Pop around the clock

Clock3SAT hat zu Sylvester wieder Pop around the clock ausgegraben. Konzerte satt, 24 Stunden lang. Natürlich auch ‘ne beachtliche Menge Schrott nicht so Tolles, aber auch ein paar echte Hochlichter. Neujahr z.B. David Bowie - Reality Tour um 3:30 Uhr und anschließend Elvis Costello, Live in Memphis. Reinschauen werd ich aber schon gleich in Norah Jones 2004′er Nashville Konzert (11:15 Uhr), Roy Orbisons Black & White Night (12:00 Uhr) und nachher noch Eagles, Queen/Paul Rodgers, Rod Stewart, LiveAid 85. Und natürlich um 23:35 Uhr das betreute Wohnen auf der Bühne. Nicht das man das alles wirklich haben muss, aber unterhaltsamer als die zigste Wiederholung von “Dinner for one” ist es allemal.

Nebelmaschine im Kinderzimmer

Das Jahr 2005 neigt sich mit kräftigen Schritten dem Ende zu. Seit vier Monaten gibt’s meine kleine Bloghütte (zuerst bei Googles Blogspot gehostet, dann umgezogen, mit Sack und Pack und Wordpress auf meine alte Heimatdomain). Denn 3000’sten Besucher werd ich in diesem Jahr nicht mehr begrüßen können (jedenfalls nicht ohne die Blogspot Besucher mitzuzählen), aber ich bin trotzdem zufrieden. Der eine oder andere Besucher fand seinen Weg über Google zu mir. Passend zu Sylvester suchte einer gar “Nebelmaschine im Kinderzimmer“. Unter den 889 Suchergebnissen liege ich in den Top20. Das lässt mich zwar etwas ratlos zurück, aber ein bischen Insichkehren kann ja zum Jahreswechsel nicht schaden. Apropos Kinderzimmer und Sylvester: es gibt sie noch, die Brot-statt-Böller Spendenaktion. Find ich gut, als alter Sylvestermuffel.

Ja, ja, ich weiß, Freunde berichteten mal, das sie Brot statt Böller auch mal probiert haben. Die haben altes Toastbrot in Sektflaschen gesteckt und um Mitternacht angezündet. Dem einen fiel auch noch ein halbes Graubrot auf den Kopf. Aber ‘ne Alternative zum blöden Rumgeböller sei es allemal gewesen.

Talentbremse des Jahres

Paige Capo“Talentbremse” dürfte wohl die gebräuchlichste Umschreibung für einen Kapodaster sein (oder Capotaster … Wikipedia* schweigt sich da ausnahmsweise mal aus. Nennen wir das Ding doch kurz Capo). Für mich als Opentuning Gitarrist ist so’n Capo das Spielzeug schlechthin. Drei gute Talentbremsen gehören einfach in jeden gutsortierten Gitarrenhaushalt. Da wäre der Klassiker, ein Shubb (am besten den Shubb mit der kleinen Umlenkrolle), dann den Klassiker No.2, ein Kayser Capo (die Teile die man genial an den Headstock klemmen kann). Und No.3? Mein Lieblingsspielzeug des Jahres 2005, ein Paige Capo. Kein anderer Capo ist so stimmstabil, so leicht und man verliert ihn so selten. Wärend der Shubb und der Kayser geklemmt werden (und damit durch seitliches Verziehen des Capos beim aufklemmen die Stimmung verhageln können), wird das Teil von Paige geschraubt. Ausserdem ist die Auflagefläche des Paige so schmall, das man den Capo auch direkt auf dem Bund aufsetzen kann. Geht’s genialer? Nö. Darum mein Lieblingsspielzeug des Jahres 2005, bestellbar bei Tonetoys, meinem Lieblingsspielzeughändler.

*Natürlich schweigt sich Wikipedia zu Kapodaster nicht aus. Das Wort Tüppfühler hingegen wird nur von Google gefunden. Ganz vorn in den 45 gefundenen Tüppfühlern ist das Aussensaiter Forum. Danke ullli (s. Kommentar)

Spieglein, Spieglein …

Spieglein, SpiegleinWarum ist noch niemand* vor Korg auf diese großartige Idee gekommen? Einen formschönen, kleinen Tuner mit Klemme, in dem ein Piezoelement integriert ist, betrieben mit einer kleinen 3V Knopfzellenbatterie, zu entwickeln? Klar, es gibt tolle Tuner auf dem Markt. Mein Favorit und treuer Bühnenbegleiter war bisher ein Boss TU-2. Unkaputtbar, mit Standbyschaltung für Instrumentenwechsel und silent tuning. Funktioniert aber nur, wenn das Instrument auch über einen Pickup verfügt. Nix Micro. Also nichts für Akustikproben oder Instrumente die auf der Bühne per Micro abgenommen werden. Dafür gibt’s natürlich diverse Tuner mit Microphone. Aber die meisten nehmen Nebengeräusche (aka Publikum und Drummer) so empfindlich auf, das es mit entspanntem Stimmen auch Essig ist. Ausserdem rutscht einem so’n Teil auch immer lustig vom Knie und sorgt so zwar für Lacher, aber eben nicht für Stimmung. Nun gibt’s von Korg seit einiger Zeit die Lösung. Der AW-1 Tuner, optisch wie ein kleiner Rückspiegel aus Starwars III gehalten, ist ideal für Akustikgitarren, Mandolinen oder auch für die Gebläsefraktion. Zusätzlich zum Piezo in der Klemme gibt’s auch noch ein kleines integriertes Microphone. So kann man das Spiegelchen auch, statt an die Kopfplatte, an den Notenständer, Bierdeckel oder Tischplatte klemmen und auf Microbetrieb umschalten. Schön, schön, darum wird es wahrscheinlich auch in einem schmucken Schmuckkästchen geliefert. Und wenn ich brav bin, wirft der Weihnachtsmann vielleicht nächstes Jahr einen Peterson Tuner durch den Schornstein.

*“Niemand” stimmt natürlich nicht. Siehe Kommentar.

Top 5 / 2005

Top 5Jahresrückblicke saugen große Zeit. Egal, Top 5 muß dieses Jahr sein. Also, kurz und schmerzlos:

1) Travis und Leo
2) Hochzeit
3) Cpt.Stubing & the Loveboats in der Marktlöcke
4) Neue Wohnung
5) Cpt.Stubing & the Loveboats servieren die Vorsuppe für Clem Snide

Jellyfish

Life is a beautiful magnificent thing, even to a jellyfish.”

Sir Charles Spencer Chaplin † 25. 12.1977

Audio / mp3 No.V

Gitarre und TasseEs gibt Songs, die entwickeln ein Eigenleben. Dieser Song ist so einer. Ohne jeden offensichtlichen Grund wurde dieses Lied zum “Rausschmeisser” am Ende jeder Loveboats Probe und beendet traditionell unsere Gigs. Gut, vielleicht hängt der “Rausschmeisser” mit dem Titel zusammen? “She doesn’t need me anymore” und weg. Dieser kleine, an Willy Nelson gemahnende, Song gehört jedenfalls zu meinen absoluten Lieblingsliedern von Cpt.Stubing & the Loveboats. Aufgenommen wurde der Song noch in der alten Captains Recording Lounge in Eimsbüttel. Peter Gesang und Klavier, ich Dobro und Akustikgitarre. Aufgenommen wurde Anfang 2004.

Audio / mp3 Download: She doesn’t need me anymore

Alle Rechte dieses Songs liegen bei Peter Wahle - Cpt.Stubing & the Loveboats

Bescherung war gestern …

So war’s gestern mit dem Loveboat im Music Club LIVE und danach gab’s eine schöne Bescherung. Nick schenkte uns drei Tage Sorgenfrei und von Heiko gab’s drei Eimer Farbe dazu. Dank euch beiden. Passend zum Fest erklingt heute “What’s so funny about peace, love and understanding“. Dazu tanzt Travis und Leo sitzt dazu wie ein Großer. Das wird ein Fest.

Driving home for Christmas

Driving home ...Noch gut 5 Stunden oder so bis zum Soundcheck. Zeit genug um sich an einen Weihnachtsgig vor 4 Jahren zu erinnern. Bonn, ein alter umgebauter Bahnhof. Cliff Barnes & the Fear of Winning im Schnee. Schöner Gig damals, als Weihnachtscover gab’s eine scheppernde “Run Rudolph Run” Version an der sicher auch Herr Richards seine Freude gehabt hätte. Im Publikum Martin, der, wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, wärend des Gigs unser damaliges suboptimales Label anrief und irgendwas von “Ich habe die Zukunft des Rock’n'Rolls gesehen…” in den Hörer summte. Natürlich kam alles ganz anders. Na gut, von den GEMA Einnahmen konnte ich mir im Jahr drauf eine Hose kaufen. Die zieh ich heute an, wenn der Captain und ich heute abend mit dem Loveboat die Bühne im Music Club LIVE entern. Statt “Run Rudolph Run” gibt’s ein beschauliches “Please Daddy (Don’t get drunk this Christmas)“, dafür wird’s auf der Rückfahrt nicht so schneien, wie vor 4 Jahren auf der Fahrt von Bonn nach Hamburg und die Gefahr, das aus dem AutoradioDriving home for Christmas” erklingt, geht dieses Jahr gen Null…

Please Daddy (Don’t get drunk this Christmas)

CSATLBNein, das Trinken werd ich auf meine alten Tage nicht mehr anfangen. Aber so knapp vor Weihnachten gönnen wir uns mit Cpt.Stubing & the Loveboats einen echten Tearjerker aus fremder Feder. Und das Beiboot wird am 23.12. im Music Club LIVE wieder gut gefüllt sein. Professor Reusch an der Wundergitarre, Inspektor Gadget an der Rhytmuskiste und Mr. Music Club himself am Kontrabass. Für den guten Ton sorgt the one and only Nickstar. Was wollen wir mehr? Das der Captain nicht die Rute, sondern die blaue Gitarre aus dem Sack holt? Abgemacht, macht er. Dieses Jahr verzichte ich auch auf Weihnachtssternchen auf der Gitarre. Die rot-weisse Tosca kommt auch so recht weihnachtlich daher. Und wenn mir jemand was unter den Tannenbaum legen möchte, dann eine Rolle Gaffa. Die letze Rolle ist für eine Pickupfestklebeaktion draufgegangen.

Back on the chaingang

Hätte ich einen Plattenspieler, dann würde Chrissie Hynde jetzt singen: “A circumstance beyond our control, oh oh oh oh. The phone, the TV and the news of the world…“. Zwei Wochen ohne Internet hätten ja ganz erholsam werden können, wäre da nicht der Umzug gewesen bei dem nichts, aber auch wirklich nichts (und in Zahlen: nichts) so klappte wie es sollte. Und Magen- und Darmgrippe gehört verboten. Ebenso wie schlechter Telefonsupport. Wobei sich diesbezüglich Hansenet und die Telekom sich die Klinke in die Hand drückten. Das man sich die Karten legen kann, wenn man beim Leitungsmonopolisten Telekom in den Fängen zappelt war ja nichts neues. Das man aus dem Callcenter von Hansenet nicht hinaus in die Welt telefonieren kann, war mir aber neu. So war’s erst nach dem zweiten Anlauf (und einer Woche Verzögerung) möglich, das der neue Telefonanschluss von der Telekom freigeschaltet wird. Aber togal, neue Wohnung, neues Glück. Nach den letzten Monaten mit fünfköpfiger Familie auf (feuchten und zugigen) 47qm endlich in der neuen (trocknen und ruhigen) Hütte. Feinchen. Noch ist der Umzugsstress nicht ganz durch, aber es kann eigentlich jetzt nur noch bergauf gehen. Apropos gehen: die Zwerge hangeln sich schon um den Wohnzimmertisch rum und Travis neustes Lieblingswort ist “Blahblah“. Und Leo wird Strippenzieher.

Imagine…

LennonWeihnachten 1973 oder 74, eine Musiktruhe von Schaub-Lorentz und 3 Schallplatten. Eine von Gilbert O’Sullivan, dessen Titel ich nicht mehr erinnere, “Seine 40 größten Hits”, ein Doppelalbum von Elvis und “Hey Jude”, eine Single Collection der Beatles. “Can’t buy me love“, 2:19 die mich mehr berührten als alles andere was ich je zuvor gehört hatte, gefolgt von “I should have known better“, beides Singles aus meinem Geburtsjahr. Songs wie “Revolution” oder gar “The Ballad of John and Yoko” verstand ich damals nicht. Ich ahnte vielleicht das Letzterer ziemlich gemein war… Gut ein halbes Jahrzehnt später einer dieser Tage an die man sich ewig erinnert. Ich erinnere mich wie sich das Zeitungspapier anfühlte… 8.12.1980, der Tag an dem John Lennon erschoßen wurde. Von einem wahnsinnigen Jody Foster Fan. Die Bilder in der Zeitung, das schwammige Gesicht des Mörders, John und Yoko im Central Park, Lennon mit Hut und schwarzer Sonnenbrille im Winter… N.Y., Dakota, gegenüber vom Central Park “Da wohnte also John Lennon” dachte ich, verwundert das auch ein Beatle wohnte. Ein Vierteljahrhundert ist das her. Heute zündet Yoko wieder eine Kerze im Arbeitszimmer von John Lennon an. So sagt’s der Mann im Fernseher. “Da wohnte also John Lennon“. Bin immer noch verwundert, das ein Beatle wohnte. Bei Elvis konnte ich mir das immer vorstellen. Graceland war irgendwie greifbar. Dakota nicht. Eine Tür, ein Treppenhaus…

Wenn’s hilft …

Heise hat Probleme mit dem Landgericht Hamburg. Andere haben ganz andere Probleme. Bandscheibenvorfall, Schuppenflechte, Kurzsichtigkeit, Verfolgungswahn, vorzeitige Ejakulation und Computer- und Spielsucht. Das muss nicht sein. Sagen die, die die geheim gehaltene Gefahr erkannt haben. Erdstrahlen aus dem Internet.

Doch keine Angst, diese Bloghütte ist garantiert Erdstrahlenfrei, mit Zertifikat: Erdstrahlenfrei

Es köchelt …

Fuetterung..im Golem Forum eine recht interessante Diskussion, ausgelöst durch eine einstweilige Verfügung des Hamburger Landgerichts gegen Heise. Golem.de ist ein Portal für IT-News für Profis. Sehr schön finde ich, auch in Anbetracht der dort gerade laufenden Diskussion zum Thema Heise Urteil, die Erklärung im Impressum von golem.de, was denn ein Golem sei:

Zum Leben erweckt wird es mit Hilfe von niedergeschriebenen Befehlen, die es unreflektiert und emotionslos ausführt. Die Analogie zum Computer ist da nicht weit: Der Golem steht für das technisch Mögliche, warnt uns aber vor den Folgen allzu großer Technik-Euphorie.

Ist dem noch etwas hinzuzufügen? Ja, mindestens das was im Elfengleich Blog zu dem Thema geschrieben wurde. Find ich.

Btw., ich bin der 70ste Beitrag in dieser Bloghütte, der bisher in 7 Kategorien veröffentlicht wurde und das am 7. diesen Monats. Und justamente durfte ich den 77sten Besucher des Tages begrüßen. 777, nicht nur Apple ist evil. Wer sich wundert das dieser Beitrag die Page No.72 hat… da hab’ ich wohl mal was gelöscht. So ist das Internet und so war es mal.

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