Matt Smith oder wie ich ins Internet kam…

Matt SmithNeunzehnhundertschießmichtod, Frankfurter Musikmesse. Ich hatte noch keinen Computer, aber einen Job. Gitarren und Verstärker vorführen. Um sich die Eddy Van Halen Clones vom Hals zu halten, immer in lustigen Open Tunings. Bevor die “Kann ich auch mal tapping”-Fraktion zuschlagen konnte, musste halt erstmal lustig umgestimmt werden. Stimmen ist doof, und so blieb der Messe-Stand, mehr oder weniger, Pudelkopffreie Zone. Dafür stand plötzlich ein bärtiger, wohlbeleibter Typ vor mir, Marke “Ich hab’ vor dem Messegelände meinen Camper stehen und fälle Bäume mit der Handkante”. Seine Frage, ob er auch mal spielen könne, wollte ich gerade mit dem üblichen “Moment, ich muss eben erst umstimmen” beantworten, da hatte er mir die Gitarre schon abgenommen und in nullkommanix umgestimmt… in irgendein seltsames Hawaiianische Opentuning. Dann klappte meine Kinnlade auf den Hallenboden und dort sollte sie bis zum Ende der Messe bleiben. Der gute Mann hieß Matt Smith, ein New Yorker Studiogitarrist, den man ruft wenn Ry Cooder oder Sonny Landreth ausgebucht sind. Auf der Frankfurter Messe führte er für Hamer und Ovation vor. Am letzten Messetag tauschten wir Visitenkarten aus. Dann kaufte ich mir einen Computer, einen 386′er mit 128 MB Festplatte, denn auf Matt’s Visitenkarte stand nur sein Name und eine M@iladresse…

Gefühlte 10 Jahre später: Matt Smith hat inzwischen eine schicke Website und ich eine Bloghütte. Auf seiner Site kann man Musik hören und spätestens bei “Holy Ground” fangen meine 10 Monate alten Zwerge an zu tanzen.

Lautsprecher an und klick hier: www.mattsmithsworld.com

Kommentare

Na, dann mal los!







    So oder so ähnlich schrieb ich bereits:
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