Soul of a Band
Der Nickman lies unlängst einen Stapel DVDs leihweise hier. Ganz oben liegt die “Soul of a Man” von Wim Wenders, aus der siebenteiligen The Blues Serie von Martin Scorsese. Sehr empfehlenswert, auch wenn mir die pseudodokumentarischen Wenderschen Beiträge aus der Frühzeit des Blues nicht soooo zusagen. Trotzdem insgesamt sehr gelungen, gerade was die Gegenüberstellung von Original und zeitgenössischer Interpretation angeht (und dafür wohltuend auf zuviel Biografiebrimbourium verzichtet). Ganz gross dabei die Lou Reed Version des Skip James Titels “Look down the road“, wohl das einzige “fröhliche” Skip James Stück. So fröhlich, das selbst Mr. Gesichtstarre himself wärend der Aufnahme lächelt. Lou Reed glänzt auch noch einmal im Abspann mit einer hypnotischen Version von “See that my grave is kept clean“. Unter den Bonustracks ist eine komplette Aufnahme des Songs zu sehen. Lou Reed, gewohnt hochkonzentriert, Gesichtsstarre bis zum abwinken. 12 Minuten lang entlockt er seiner Danny Gatton Tele furztrockenes Leiden. Und dann lacht er doch, bei der Frage ob man ihm sein Grab nicht mit einem silbernen Spaten graben könne. Die Band folgt, konzentriert, aber nicht weniger amüsiert. Ganz im Gegensatz zu Nick Cave & The Bad Seeds, denen man anmerkt das Blixa Bargeld kein Interesse am 12-Bar Blues hat und dementsprechend durch Abwesendheit glänzt. Dann lieber zurückschalten und sich an Lucinda Williams und ihrer Band erfreuen. Die Band fiebert sich durch “Killing Floor” wie es in ähnlicher Qualität (aber völlig anderem Ansatz) nur James Blood Ulmer, im Gefolge von Vernon Reid und Eagle-Eye Cherry schafft. Und natürlich die Band von T-Bone Burnett, da trommelt der große Big Jim Keltner…
Apropos Band, nach der letzten Probe mit dem Captain kam verstärkt die Idee zurück das Songmaterial des Loveboats mal richtig auf laut zu stricken. Nur, wie bekommt man Jim Keltner dazu bei uns zu trommeln? Oder Heiko? Wie auch immer, der Captain an der Krachgitarre wäre großes Kino. Schlimmstenfalls ginge es ja auch ohne Bass. Jon Spencer kann das auch. Aber da wäre ja noch Thies und der hat sogar einen Tele/Preci Bass. Dann fahren wir alle nach Berlin, laden das Haarbueschel und seinen Schirm ein und machen uns auf nach Austin/TX.
Kommentare
5 Kommentare zu “Soul of a Band”
Na, dann mal los!
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So oder so ähnlich schrieb ich bereits:
- Even Drachentöter get the Blues
- Moby Dick
- Mütter kommentieren Musik zum Vatertag
- World Drifts In - Calexico
- TVZ - Be Here To Love Me
- Film ab ...
- Still waltzing ...
dings @ identi.ca
Wenn Ihr dann schon nach Berlin kommt, dann wüsste ich schon einen Lautschlachwerker der Euch unterstützen könnte. Die Vorstellung mal wieder Musik mit Dir zu machen fände ich recht prickelnd.
Und ich habe seit zwei Tagen eine E-Gitarre unterm Dach und muss mich mit dem Gedanken anfreunden, möglicherweise 20 Jahre das falsche Instrument gespielt zu haben. Um Himmels Willen ich habe sogar Blues gespielt und es machte auch noch Spaß. Das spielen, mit dem zuhören bin ich noch nicht so sicher.
“(..) Das spielen, mit dem zuhören bin ich noch nicht so sicher.”
= das ewige Dilemma des Aussensaiter-Session-Teilnehmers. :-))))
Würde ich sofort machen.Ich habe früher in Berlin oft mit “Regenbogen P.A.” zusammen gearbeitet. Weiß nicht ob es die noch gibt… Außerdem muß ich dringend mal wieder meine Verwandschaft besuchen (bin ja da geboren).
@ der schlanke Mann: Dann wäre es ja nicht nur laut. Auch für das weltbeste Rum Honig Huhn Catering wäre gesorgt.
@ el capitano: Doch nicht etwa eine…???? Coo coo coo coooool. Bringst du sie heute Abend mit, wenn es denn bei heute Abend bleibt?
@ Webrockerttomtom: ;)=)
@ Nickstar: Latürnich das. Einer muss ja laut machen und wer könnte das besser als du. Klassenfahrt galore.