Ab in den Korb
Die Novelle des Urheberrechts, 2. Korb, gehört in eben diesen. Ach, was schreib’ ich, netzpolitik.org hat das famos zusammengetragen, was einem das Frühstück rückwärtig wieder hochkommen lässt. Spreeblick Rene bringt es auf den Punkt.
Nicht nur im Fall der Privatkopie von kopiergeschützten “Un-CDs” macht sich der Gesetzgeber schlicht zum Büttel des Vermarkters und nicht des Urhebers. Nur konsequent ist dann auch der geplante “zivile Auskunftsanspruch” der Verwerter gegenüber Internetprovidern. Nicht die Staatsanwaltschaft fragt dann beim Provider an, sondern Universal und Co. Eben dieses wird parallel zur Novelle des Urheberrechts für die “Richtlinie zur Durchsetzung Geistigen Eigentums” geplant.
Nachgelesen; Interessant und lesenswert ist auch der Beitrag von Maingold Marius: Gleiche Qualität für nix. Anderer Blickwinkel, aber lesenswert.
Nachgelesen II: Kauft keine CDs mehr … und wenn doch, dann die Richtigen. Gut so, nachlesen.
Kommentare
3 Kommentare zu “Ab in den Korb”
Na, dann mal los!
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So oder so ähnlich schrieb ich bereits:
- Notizblog No.50 Lesebefehl - TUXAMOONmagazine
- Publish it. Write it. Sing it.
- EMI mit ohne DRM und Sony mit ohne Plastik
- Jemand zu Hause?
- Das Album ist tot, es lebe...
- Alles wird gut (?)
- Viraler Griff ins Klo
- Home F*cking
- Pussy Radio
- Jam & more revisited
- Gehörnt nochmal revisited
- Grundsatz Renner
- Netlabelmania und der gute Schwede
- Neubauten (fast) ohne Industrie
- Echo aus dem Südwesten
- Echo Echo
dings @ identi.ca
noch ist der Beschluss ja gar nicht durch den Bundestag, da gibt es ja noch die Ausschüsse. Der Teil mit dem zivilen Auskunftsanspruch ist zudem Teil der nächsten Ergänzung des Urheberrechts.
Was ich so interressant und deprimierend finde ist, dass wiedermal ein Gesetz beschlossen wird, welches überhaupt nicht durchsetzbar ist. Und in der Durchsetzung stark an der Ausgestaltung der Staatsanwälte und dann ja auch noch der Gerichte liegt.
Dennoch gilt bei aller berchtigter Aufregung: Den Fall, bei dem ein Privatmensch tatsächlich für 10 Kopien auf dem Rechner verknackt wird, möchte ich erst noch sehen.
Zum einen ist der Ausgestaltungsspielraum problematisch (Zypries selbst ist sich ja über die Menge der erlaubten Privatkopien nicht sicher). Das in den Ausschüssen noch etwas vernünftiges hingebogen wird, halte ich für äußerst unwahrscheinlich. Siehe das bisherige Urheberrecht.
Was die Durchsetzbarkeit angeht: da öffnen sich natürlich Arbeitsplatztechnisch ganz neue Perspektiven für die Plattenfirmen. Zum Beispiel den Pausenhof Blockwart in der schicken Universal Uniform.
Die Fälle in der Größenordnung “10 Kopien/Privatmensch” gibt es doch schon zuhauf, wenn auch wohl noch nicht mit mp3 Kopien. Aber die Abmahnwelle in Sachen Urheberrechtsverletzung läuft doch schon längst.
[…] Anlass meiner Erregung war mein eigener Wissensstand zum Thema und ein leider zu spät wahrgenommener Artikel bei Slidetone mit den Links. « The Modernist | Startseite | Erfolgreich fremd gelesen » […]