My Generation?

Hope I die before I become Pete Townshend.”

R.I.P. Kurt Cobain - 20.02.1967 - 05.04.1994

Kommentare

11 Kommentare zu “My Generation?”

  1. Louis XIV am 5. April 2006 4:42 am

    Abgesehen von den Beiträgen über die Spamputze und den Polizeieinsatz (vielen Dank nochmal, dass Du den Kommentar vor der Versenkung bewahrt hast ;-) ) liest sich das wie das Logbuch der Titanic wie ein Todestagebuch - spieltest Du doch nicht etwa mit dem Gedanken, ein schwarzes Kreuz über die Saite Seite zu legen? :o)

    Die Guten sterben immer jung, es ist wirklich eine Schande: Hendrix, Luther Allison, Noel Redding - sogar Robert Johnson hat’s vor dem 40igsten erwischt…

    Wenigstens hatten sie etwas Fun. Und geile Mucke :-)

  2. Boogie am 5. April 2006 8:38 am

    Nix da schwarzes Kreuz, keine Sorge. Aber man kommt langsam in das Alter wo einem die Idole vor der Nase wegsterben. Die letzte Märzwoche hatte es da ja auch in sich.

    Eigentlich wollte ich über Cobain gar nicht viele Worte machen. Ich kann zwar verstehen, das er sowas wie ein Icon seiner Generation wurde, aber ansonsten waren die Mitt’90er imho eher luftleerer Raum der Musikgeschichte. Mit Cobain verbinde ich eigentlich nur die Geschichte, das ich mal das Vergnügen hatte an einem alten Neve Pult zu sitzen, das eigentlich Steve Albini für eine Nirvana Produktion kaufen wollte. Die Jungs vom Templestudio auf Malta waren aber schneller. Ansonsten ist Nirvana ziemlich an mir vorbeigerauscht.

    Die Guten sterben nicht nur Jung. Buck Owens stand noch bis Mitte 70 auf der Bühne, Noel Redding und Luther Allison wurden beide fast 60 (ist natürlich immernoch viel zu jung). Dafür hat es Robert Johnson weit vor seinem 40sten erwischt. Er erlebte ja nichtmal seinen 30sten.

  3. the thin man am 5. April 2006 9:47 am

    Nirvana ist auch an mir vorbeigerauscht. Soundgarden, Pearl Jam, Alice und Mother Love Bone fand ich weitaus prägnanter. Was er hätte tun können ist sich Mühe geben für seine Tochter, damit sie nicht allein mit dieser Mutter hätte aufwachsen müssen.

  4. Punkrockbueschel am 5. April 2006 10:32 am

    Ach ja, der olle Kurt. Ich weiss noch, dass ich im Bonner Café Göttlich saß, als mein Kumpel Martin reinkam und meinte, Cobain seit tot. Da haben wir gegähnt und gedacht, jaja, kennichschon, langweilig. Um so erstaunter war ich, als er dann tatsächlich tot war. So sehr getroffen hat mich das damals aber nicht, auch, wenn ich In Utero ziemlich gut fand, aber Bleach immer noch am besten.

    Habe anlässlich der neuen Pearl Jam-Single gestern noch gedacht, warum sich wohl alle Welt Mühe gegeben hat, wie PJ klingen zu wollen und weniger wie Nirvana. PJ konnte ich noch nie ernst nehmen, dieses alberne Pathos und die Sterbender-Schwan-Pose von Eddie Shredder, dazu noch das 70ger Jahre Rockhandwerk, da musste ich immer lachen und ich fand es grossartig, das Mike Watt damals auf seiner grandiosen Ball-Hog-Or-Tugboat-Platte Eddie hat “The kids of today should defend themselves against the 70ties” hat singen lassen, denn genau das haben PJ den kids verkauft: 70ger-Jahre Schwanzrock, da konnten sie sich sensitive ponytails wachsen lassen, wie sie wollten. Mit Punkrock hatte das gar nix zu tun.

    Aber das lässt sich wahrscheinlich einfach besser verkaufen, Feierabend. Und Neil Young hat auch besser zu PJ gepasst als zu Nirvana, trotzdem fand ich die Mirrorball enttäuschend. Also eher die Kollaboration als das Ergebnis.

    Und ich finde auch Kurt Cobain peinlich. Der hat einfach überhaupt nix geschnallt. Z.B. das man Kunst und showbiz nicht mit Leben verwechseln darf. Hätte er mal mit Dylan gesprochen, meinetwegen auch mit Young. Stattdessen muss er jetzt bis zum Ende aller Zeiten als “authentisch” gelten, dabei war das einzig authentische sein Tod.

    Als ob es das Wert gewesen wäre.

  5. Mr. Nap am 5. April 2006 11:17 am

    Hey Punkrockbüschel, gehst Du nicht ein bißchen hart mit dem guten alten Kurt um? Zugegeben, für mich war Nirvana nie wirklich von Bedeutung und sein Tod juckt mich auch nicht. Da gab es doch bessere Bands, z.B. Screaming Trees.

    Pearl Jam haben sich irgendwann zu wichtig genommen. Vor allem mit ihrer Medienverweigerung. Haben aber schon ein paar gute Songs gemacht. Grandios war der MTV Music Awards Auftritt mit Neil Young.

    Es gibt ja einige “Grungebands” die überbewertet wurden. Ein Beispiel dafür sind Smashing Pumpkins. Ich weis bis heute nicht warum sie so besonders sein sollen. Ok, Siamese Dreams ist ein klasse Album und sein Nachfolger war auch ok. Aber der Rest?

    Ich finde Boogie sollte mal weniger über die Toden Musiker schreiben, sonst wirds noch ein Traueranzeigenblog.

  6. Musikdieb am 5. April 2006 12:23 pm

    Also in dem Zusammenhang Grunge müssten ja auch die Melvins mal erwähnt werden. Sind mir zu Nirvana-Hype-Zeiten zwar auch nicht bekannt gewesen, aber kommen, wie ich mir von einem Kumpel jetzt habe nahebringen lassen, aus demselben Umfeld wie Nirvana, sind aber nicht im entferntesten so “eingefahren” wie Nirvana es waren…

  7. Punkrockbueschel am 5. April 2006 2:20 pm

    Stimmt, die waren ja auch teilweise bei Bleach dabei (King Buzzo).

  8. Boogie am 5. April 2006 2:41 pm

    King Buzzo versorgte Nirvana auch regelmäßig mit Drummern. U.a. auch Ex Scream Trommler David Grohl, der heute ja wundervoll lustigen “Schwanzrock” mit den Foofighters macht. Auf der Bleach ist Grohl noch nicht dabei. Was man auch hört. Das hölzerne Gemarter an den Drums auf der Scheibe ging mir so auf die Nüsse, das ich es vorzog nicht in die Fabrik (Club in HH mit ca. 1000er Kapazität) zu gehen, als Nirvana hier in HH ihren ersten Auftritt hatten. Ein Bekannter von mir war damals in der Fabrik und berichtetet von einem ziemlich stümperhaften Gig. “Hippiesker Kifferkinderpunk” waren damals seine Worte.

  9. Musikdieb am 5. April 2006 3:17 pm

    “Hippiesker Kifferkinderpunk” ist super. Da ist der Stoner-Rock doch ehrlicher als Grunge. Der hat das Bekiffte dann auch tatsächlich im Namen ;)

  10. Captain am 5. April 2006 8:29 pm

    Naja, Kiffen tun meine Kinder höchstens im Kindergarten, aber dennoch fand ich die erste wirklich sinnvolle Verwendung meiner einzigen Nirvana-Scheibe, als mein Sohn drei war. “Smells like…” war damals der absolute Hammer, schön laut uffjedreht haben wir dazu wundervolle Tanzorgien hingelegt. Kinderpunk? Kinderpunk.

  11. musikdieb.de » In Memoriam Peter Wells am 7. April 2006 4:34 am

    […] Eine der Todesanzeigen, über die bei Slidetone geklagt wird, muss ich dann auch mal aufgreifen: Vor kurzem verstarb der (Slide-)Gitarrist und Gründer der australischen Hardrock-Band Rose Tattoo Peter Wells. Rest in Peace! […]

Na, dann mal los!





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