Tanz der Tröten

Was mit der Tröte des Todes an sich harmlos anfing, entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einer Art Running Gag und fand mit der haarscharfen Analyse: “Immerhin tut der Typ neben Ian Dury genau das, was man mit Saxophonen machen soll: Nicht spielen.” seinen bisherigen Höhepunkt. Ausserdem konnte der Typ neben Ian Dury nicht nur sehr gut nicht spielen (er konnte das auch bestens mit zwei Tröten des Todes gleichzeitig), nein, er ist auch ein ganz hervorragender Tänzer. Hier zu sehen, neben einem Typen der weder Ian Dury ist, noch auf japanisch auch nicht wirklich singen kann. Davey Payne spielt nicht nur nicht Saxophon sondern tanzt ab Minute 3:03. Nicht japanisch sprechen tut er ganz am Anfang.

YouTube: Kiyoshiro with The Blockheads - Around the Corner (1987)

Kommentare

9 Kommentare zu “Tanz der Tröten”

  1. Nipponkulla am 19. Juli 2006 9:38 am

    Die spinnen die Japaner! Was hat der junge Mann denn gegen die Kamera. Und wo ist Hansi Rosenthal?

    Nun aber klugscheißarlarm: Der Mann spielt Saxophon. Oder er tut so, auf jeden Fall kommen die ultimativen Töne aus der Dose.

  2. Käptn Shogun am 19. Juli 2006 10:07 am

    Ist ja gerade, “es ist Sommer, lass uns an früher denken”-Stimmung und deshalb hier ein ganz hervorragendes Beispiel dafür, warum das Saxophon ausgestorben gehört. Naja, eigentlich warum die 80er lieber mal im Zeitloch verschwinden sollten. Cover me von Herrn Springstein. Man beachte die Tina Turner-Atrappe am Gesang, den wunderlicherweise furchtbaren Keyboardsound und natürlich den Space-Anzug des Sax-Übeltäters.

  3. Mr. Nap am 19. Juli 2006 10:13 am

    Das ist ja grausam.

  4. Mr. Nap am 19. Juli 2006 10:48 am

    Auch grausam. Zum Glück war ich den 80iger Jahren noch so jung das ich mein Hirn abgeschaltet hatte.

    Das Tina Turner Double turnt richtig ab…

  5. Haarbüschel am 19. Juli 2006 12:15 pm

    Also, ich finde diese merwürdigen kulturellen Missverständnisse, die die Japaner zu ihren bizarren geschmacklichen Seitenwegen verleiten, eigentlich ganz interessant. Vom Gesang her dürfte er hier wohl eher der japanische Nikki Sudden sein. Kennt noch jemand Zeni Geva?

    …und der Boss war ja eigentlich immer schon der amerikanische Wolfjang Niedecken.

  6. Boogie am 19. Juli 2006 6:27 pm

    Es geht auch grausam ohne den Niedecken und Saxophon und notfalls auch auf japanisch, wenn man genug getrunken hat.

  7. The Big Easy am 20. Juli 2006 5:05 am

    Erinnert mich irgendwie an die früher vereinzelt auftredente Darsteller bei der Sendung Formel Eins. Aber diese Typen scheinen ja doch immer wieder einen Markt zu finden, der ihren Unterhalt sichert.

  8. Haarbüschel am 20. Juli 2006 11:56 am

    Bin ja grosser Beuys-Verehrer, aber es ist tröstlich zu wissen, das sogar Jupp mal scheisse gebaut hat. Sonne statt Reagan. Dz. Hätte auch von Diether Dehm sein können.

  9. Boogie am 20. Juli 2006 12:36 pm

    Damals hab’ ich das Lied von Beuys nicht verstanden und dachte auch: “Hey, was macht der Jupp denn da für’n Scheiß?”. Im Nachhinein ist das natürlich ganz große Kunst, die man erst aus der Zeit heraus verstehen kann. Das Thema No.1 war ja damals die Abschreckungsstrategie mit Lang- und Mittelstreckenraketen der beiden Blöcke jen- und diesseits des eisernen Vorhangs. Beuys wußte, das man mit Schmalz nicht einmal Putzfrauen in Kassel abschrecken konnte. Da mußten wirkungsvollere Geschütze aufgefahren werden. Natürlich war das nur ein erster Schritt, aber er begründete eine Tradition, die erst Nicole und dann die Scorpions aufnahmen. Sonne, ein bischen Frieden und Windstille. Bingo. Danke Jupp.

Na, dann mal los!





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