15 Minuten und der Blues
Von Andy Warhol stammt der Satz: “In the future everybody will be world-famous for 15 minutes“. Ein paar Minuten davon hab’ ich mir, Dank der Unterstützung von Spreeblick Johnny, mit meinem Rio Reiser Albtraum abgeknappst. Gut 450 Besucher am Sonntag, über 950 am Montag und gestern nochmal gut über 250 Besucher in meiner kleinen Bloghütte. Ab heute ist dann wieder business as usual angesagt, der Spreeblick Beitrag, der auf meinen Albtraum verlinkte, ist auf Seite 2 gewandert. Meine Herzallerliebste fragte mich gestern noch: “Was hast du nun davon?“. Nichts. Also fast nichts. Immerhin sind über 1500 Besucher in 3 Tagen schon ein paar mehr, als ich in 15 Minuten auf dem Bahnhof volltexten könnte. Abgesehen davon, das ich keine Lust verspüre mich auf den Bahnhofsvorplatz zu stellen und die Passanten mit meinen Schlafstörungen zu belästigen. Doch wenn von den 1500 Besuchern der eine oder andere mal wieder einen Rio Reiser Song ausgegraben hat, dann war’s die paar Minuten Blogosphären Ruhm wert.
An anderer Stelle, aber nicht allzuweit von der Rio Reiser Geschichte entfernt, wird übrigens an Peter Greens 60’sten Geburtstag erinnernt. Beim Namen Peter Green wird es wahrscheinlich nicht mehr bei allzuvielen klingeln. Wer sich aber an die unsägliche Werbung von C&A erinnert, in der Gary Moore “Walking By Myself” zum besten gab, der hat Peter Green schon mal gehört. Zumindest seine legendäre Les Paul, die er Gary Moore, unter welchen Umständen auch immer, vor gut 30 Jahren schenkte. Nun steht die “Peter Green/Gary Moore Les Paul” schon seit März ‘06 zum Verkauf. Und da wird sie wohl auch noch eine Weile stehen. Der Preis ist ja nun nicht gerade saubillig. Ein Gerücht ist jedoch, das die Gitarre demnächst bei C&A beworben werden soll. Der Werbeslogan “C&A, ich bin doch nicht blues” klingt einfach zu sehr nach Elektroschrottdiscounter.

(Symbolbild: Der Rest meiner erste Strat, jetzt 30 Jahre alt, in einem Anfall von “Sunburst? Ich bin doch nicht blöd” mehrmals neu lackiert und irgendwann dem Schicksal als Frühstücksbrett überlassen. Wollen wir mal hoffen, das das dem lackierten Klodeckel des Nachbarn nicht auch droht. Auf diesem Instrument wurde übrigens mehrmals “Albatros” und “Macht kaputt was euch kaputt macht” gespielt, aber garantiert nichts von Gary Moore. Und unverkäuflich ist der Body auch noch. Ich bin doch nicht blöd Gary Moore.)
Kommentare
8 Kommentare zu “15 Minuten und der Blues”
Na, dann mal los!
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So oder so ähnlich schrieb ich bereits:
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dings @ identi.ca
Meine allererste Gitarre war auch ne Strat, die ich nach meinen ersten Autounfall verunstaltet habe. Sah so ähnlich aus wie Deine hier.
Ich dachte eher an die Kombination mit der passenden Sitzbrille von Hornbach und den Einsatz als Lokusdeckelcaster.
Oder ich verscherbele das Teil für eine siebenstellige Summe. Schließlich hab ich genausowenig den Blues wie Gary “give me more” Moore. Bin ja schließlich nicht blöd.
Hoffentlich kauft das Ding einer der mal wieder richtige Musik darauf spielt.
Komm du mir mal wieder nach Hamburg. Richtige Musik… *pffffff*
Mann,mann,mann…
Ich meinte den unsäglichen Gary. Peter Green hätte ihm die Wurfzither niemals schenken dürfen. Auf DuTuub hatte ich letztens mal ein Video von Lizzy mit ihmsen sehen dürfen, das ging überhaupt nicht. Allein schon diese peinlichen Bühnenposen, da dreht sich doch der Rory im Grabe herum, aber mehrmals.
Ich glaub, bei dem Preis geht das Teil, wenn überhaupt, in eine japanische Sammelvitrine und dann Safetür zu. Adé schöne Gitarre. Aber ‘ne Paula war eh nie was für mein grobschlächtiges Gemüt.
Blog Nachbarn & die Profis…
Bei Boogie reingeschaut und entdeckt, dass Peter Green 60. Geburtstag hatte und dass seine Klampfe, die er mal Gary Moore geschenkt hatte, vertickt wird. Hmm, hab gerade nicht so viel Eurobucks und steh eh nicht so auf Les Paul…
Aber das best…
Ich kann so etwas nicht nachvollziehen. Selbst wenn einem die Musik von Gary Moore nicht gefällt muss man doch akzeptieren dass er sein Instrument in einer Art und Weise beherrscht von der ihr alle nur träumen könnt.
Desweiteren sind Fender Stratocaster gegen eine Gibson Les Paul tatsächlich nur Klodeckel…