Blogblah
Mit vergripptem Kopf sollte man nicht über die Reichweite von Blogs diskutieren. Man kommt nur in die Verlegenheit mal zu schauen wie groß denn die Auflage vom örtlichen Wochenblatt ist. Das Altonaer Wochenblatt z.B. kommt auf schlappe 56.136. Okay, okay, die gefühlte Hälfte der Auflage liegt jede Woche bei uns im Hausflur rum. Dafür läßt sich alte Kartoffelschale schlecht in Blogs einwickeln.
Könnte die Grippe jetzt bitte mal weiterziehen?
Neu in diesem Forum Blog
Jetzt auch mit Rezepten. Heute: Abmahneinlauf mit Nachschlag. Und morgen kochen wir uns ein frisches Impressum aus Buchstabensuppe.
Zu unerwünschten Nebenkosten oder Abmahngebühren fragen sie bitte ihren Anwalt oder Apotheker. Wir wissen nicht, was dieser freundliche Chefkoch empfiehlt. Bei akutem Brechreiz empfehlen wir: Finger in Hals.
Hole In My Life
Seltsam was einem mit fett verschnupften Kopf so durch selbigen geht. Vor 30 Jahren, am 12. Januar, wurde die Band gegründet von der Steve Lake später im Musik Express schrieb, das sie eines Tages dafür sorgen würden das Punks und Clapton Fans gemeinsam vor den HiFi Boxen sitzen werden. In Deutschland ging die Zeit als Deutscher Herbst in die Geschichte ein.
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Eben im Radio
Meine neue Blogtapete: “sieht aus wie alter Eierlikör“.
Zitat: Webrocker in der Trackback Shoutbox.
Nachtragend: Im Gegensatz zu Erbswurstgrün ist alter Eierlikör natürlich eine Steigerung um, ich sag mal, Faktor 2.1. Apropos 2.1, in seiner, von mir ausserordentlich geschätzten, erbswurstgrünen Bloghütte hat Tomster wieder lesenswertes aus dem AbenteuerUpdateland zusammengetragen.
Statistisches Buntesamt
Nicht das es wirklich spannend ist, aber seit einem Jahr und einem Tag haben sich knapp 32.000 Besucher in meine kleine Bloghütte gedrängelt. Im Schnitt 86 pro Tag, 600 die Woche, 2446 im Monat. Es gab aber auch Ausreißertage mit fast 1000 Besuchern am Tag. Behauptet jedenfalls mein eXTReme Tracker (mein WP_ShortStat Plugin protzt gar mit Zahlen die um Faktor 3 höher liegen).
Einen Großteil der Besucher schwemmt Google an. Im Regelfall dürften sie hier nicht das finden, was sie gesucht haben und verschwinden auf Nimmerwiedersehen. Was nichts macht, solang sie sich die Schuhe abtreten und ihren Müll wieder mitnehmen. Am nächsten Tag schwemmt Google ja eine neue Ladung SexTouristen vorbei.
Alles in allem erreicht man trotzdem mehr Leute als wenn man sich im Hauptbahnhof auf eine Apfelsinenkiste stellen würde und dort die Passanten volltexten würde.
Ella frisst Hemingway
Nach dem Update auf Wordpress 2.1, auch genannt Ella, ist mein liebgewonnenes (und f*cking unübersichtliches) Hemingway Theme den Gang alles Vergänglichen gegangen. Jetzt regiert hier das Classic Theme aus Wordpress 1.2. K2. Wir geben zurück in die angeschloßenen Funkhäuser und melden uns wieder wenn wir uns ausgekotzt haben.
Angefressen…
“Brötchencontent is the new Katzencontent.” [Lieblingszitat des Tages, unbezahlbar]. Die FAZ schreibt: “Der verursachte Schaden sei vergleichsweise gering“. Da geht’s aber auch nicht um Brötchen schmieren. Nur geschmierten Betriebsrat in den Puff schicken, 2,6 Millionen Euro Schaden. Das reicht vielleicht gerade mal für 2 Jahre auf Bewährung. Da kommt Brötchenbilderklau vergleichsweise teuer. Gegenstandswert 6.000,– Euro (gefühlte 12.000 DM) und Anwalts Liebling streicht 600,– Euro ein (nur gefühlte 1.200 DM). Gut das es nur ein Brötchenbild war. Verhälnismäßig.
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Notizblog No.15
Bürgerjournalismus klingt irgendwie nach Bürgergeld. Oder Bürgerversicherung. Oder wie auch immer. Pelzig im Abgang, um Loriot mal sehr frei zu zitieren. Zitat Helmut “Fakten, Fakten, Fakten” Markwort, im Dialog mit Alexander Kähler:
“Ich kenne Prominente, ob aus dem Sport oder aus dem Showbusiness, die sagen: Ich habe ja schon auf der öffentlichen Toilette Angst, dass neben mir einer steht, sein Handy rausholt, mich da fotografiert und das dann irgendwohin verkauft.”
FOCUS-Chefredakteur Helmut Markwort in der PHOENIX-Sendung “Im Dialog“ (19. Januar 2007) über das neue Phänomen der Leser-Reporter
“Dass jeder Deutsche mal ein Paparazzo wird und überall mit seinem Handy rumrennt und das reinstellt (ins Internet), das halte ich auf die Dauer für ein Problem.“
FOCUS-Chefredakteur Helmut Markwort in der PHOENIX-Sendung “Im Dialog“ (19. Januar 2007) über das neue Phänomen des Bürgerjournalismus im Internet und der Leser-Reporter
[Quelle: Phoenix]
Home F*cking
“Home Fucking Is Killing Prostitution” lautete die (einzig ernstzunehmende) Anwort auf die “Home Taping Is Killing Music” Kampagne der Musikindustrie. Eins mußte man der Kampagne aber lassen. Das Logo war einfach gelungen. Auch ein Vierteljahrhundert später. Charmant und punkig, die Compact Cassette mit den gekreuzten Knochen. Nur die Aussage war natürlich für den Allerwertesten.
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Sie haben Post
Spam saugt große Zeit. Ohne Frage. Ab und zu jedoch ist mein Thunderbird Junkfilter etwas übereifrig. Da werden dann nicht nur Mails verspeist, die einem eine Penisvergrößerung, Nacktbilder der Nachbarin und das Privatvermögen von Mister Owambiolamba Quilakowa aus Nigeria andienen möchten. Nein, leider werden auch echte Prosaperlen, wahre Kleinodien der Sprache, ungefragt entsorgt. Zudem landet auch die eine oder andere Mail, die im Junkfilter nichts zu suchen hat, ausversehen im Müll und darum habe ich es mir angewöhnt, von Zeit zu Zeit, meinen Junkordner nach versehentlich entsorgten Mails zu durchforsten.
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Saubilliges Blödchen
Man muß nicht zwingend eine studentische Gruschelschaft 2.0 gründen und diese für eine Fantastillion (plus/minus 50.000.000 Eurotaler) verkaufen, um im Internet Geld zu drucken. Maingold Marius rechnet es vor, denn auch er wurde von Folkert Knieper von Marions Kochbuch abgemahnt. Bei Marius geht es übrigens nicht um das legendäre Abmahnbrötchen, sondern nur um eine briefmarkengroße Darstellung eines Rinderwahnbratens. Preislich macht das aber keinen saftigen Unterschied. Der Gegenstandswert wird von Kniepers Anwalt auf 6000,– Eurotaler veranschlagt und dafür wird schon mal eine Gebühr von 699,40 Euro fällig. Dazu serviert der Anwalt auch noch sein Wunschgericht: das Amtsgericht Hamburg Mitte. Das sieht das Amtsgericht Hamburg scheinbar nicht so und verweist den Fall zurück an das Amtsgericht Frankfurt. Das schmeckt dem Anwalt von Marions Kochbuch jedoch nicht. Der will unbedingt nach Hamburg. Marius, wenn’s denn partout Hamburg werden sollte, dann fühl dich von mir zum Frühstück eingeladen. Es gibt auch lecker Brötchen.
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eiDiskette
Viel spekuliert wurde über Apples iPhone und selbst im Deutschlandfunk wurde ein Wochenrückblick mit den Worten: “Zwei Themen bestimmten die letzte Woche. Stoiber und das iPhone” eingeleitet. Neben den Lobgesängen und Preisungen der Apple Jünger hagelte es, wie nicht anders zu erwarten, böse Schmähkritik. Mal hat das iPhone angeblich keine Kamera, dann sicher kein Java, bügeln kann man damit auch nicht und UMTS sowieso nicht. Egal, iJohnny hält den Nörglern entgegen:
Ein Artikel, der auf der wackligen Grundlage von spärlichen Informationen über ein noch nicht verfügbares Stück technologischer Popgeschichte ernsthaft bemängelt, dass sich mit Apples iPhone keine „Word-Dokumente öffnen lassen“, dass auf dem Gerät kein Java läuft und „vermutlich keine nativen Applikationen, die tief in das System eingreifen wie es SymbianOS, PalmOS oder Windows Mobile erlauben“… [read on, my dear]
Natürlich hab’ ich mir dieses Stück technologischer Popgeschichte sofort vom Spreeblick geliehen und soviel kann ich schon mal sagen:
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Surfin’ Guitar-Pr0n 2.0
Hier und dort hab’ ich schon über die Eastwood Guitars geschrieben. Der deutsche Vertrieb, Taranaki / Cool Guitars, ist jetzt webzwonullmäßig unterwegs und hat seinen eigenen Blog (eigenes Blog geht mir einfach nicht über die Tasten). Ein bischen Schade, das es keine Kommentarmöglichkeit gibt, aber man kann nicht alles haben. Find ich trotzdem gut, das Arne jetzt auch eine kleine News Bloghütte hat. Meines Wissens nach der erste Instrumentenvertrieb in D-Land der bloggt.
Gestern in der Cool Guitars Bloghütte gefunden: einen Link zu Eastwood TV, einem Webcast von Eastwood Guitars, der auch, in zwölf Teilen auf YouTube zu finden ist. Instrumentenhersteller 2.0* sozusagen. Joey Leone stellt u.a. die neue Eastwood Airline Map vor, eine speichelflußauslösende Wiedergeburt der legendären Mapshaped National/Supros. Surfbrett unterschnallen und Spaß haben:
Alle Eastwood TV Videos bei YouTube oder, in größer und bunter, direkt bei Eastwood Guitars.
* Eastwood und Taranaki sind nicht die einzigen die Webzwonull für sich entdeckt haben. Letztens beim surfen durch MySpace entdeckt: Atomic Amps goes Web 2.0, die in D-Land und Europa nicht im Handel sondern ausschließlich beim Direktvertrieb erhältlich sind. Vertrieb 2.0 sozusagen.
Heute im Goldfischglas
Wer selbst bloggt, weiß zu was für ein zeitfressendes kleines Monster solch ein Blog heranwachsen kann. So hab’ ich eben beim Haarbueschel gelesen, das Patrick Crosley seinen Theme Time Radio Hour Blog/Forum vorerst geschloßen hat. “Since first linking to the TTRH shows last spring my blog became a “Dylan spot” and when that became too much to manage I created the TTRH forums, which was unwise on my part: I am a shitty forum administrator.”
Patrick Crosley bloggt jedoch weiter. Weniger über His Bobness, aber es gibt ja noch andere spannende Themen. z.B. ein Tag im Leben eines Goldfischs:

[via]


