Sie haben Post
Spam saugt große Zeit. Ohne Frage. Ab und zu jedoch ist mein Thunderbird Junkfilter etwas übereifrig. Da werden dann nicht nur Mails verspeist, die einem eine Penisvergrößerung, Nacktbilder der Nachbarin und das Privatvermögen von Mister Owambiolamba Quilakowa aus Nigeria andienen möchten. Nein, leider werden auch echte Prosaperlen, wahre Kleinodien der Sprache, ungefragt entsorgt. Zudem landet auch die eine oder andere Mail, die im Junkfilter nichts zu suchen hat, ausversehen im Müll und darum habe ich es mir angewöhnt, von Zeit zu Zeit, meinen Junkordner nach versehentlich entsorgten Mails zu durchforsten.
Neugierig wie ich nun mal bin, schau ich auch in die eine oder andere Spammail, vor allem wenn sie mit einem so überzeugenden Subject wie: “langsam wirds tome kinder” überzeugen kann. Und ich muß sagen, die Neugierde wurde heute belohnt. Mit einem Klick auf die Mail offenbarte sich ein kleines Stückchen Lyrik in einer mir bis dato völlig unbekannten Sprache, wunderhübsch in HTML gestaltet, Worte teils in Farben die ich nie zuvor sah… herrlich.
Weder wurde versucht einem überteuerte Prollwecker zu verkaufen, noch wurde man aufgefordert seine Bankdaten, Ebaypassworte und Kreditkartennummer ins Netz zu blasen. Kein Wort von Geschlechtsteilvergrößerung, keine Nacktbilder von Paris Hilton* und auch keine angehängte Ihre-Rechnung.pdf.exe. Ehrlich gesagt weiß ich überhaupt nicht, was der Versender dieser Mail von mir wollte. Fremd klang die Sprache und trotzdem seltsam vertraut. Anrührend fand ich die letzten Worte dieser Mail und irgendwie auch passend zum Wetter:
Mensch loskeine, klamotte toxie sonne.
Krlleb smorg dankeschn wenns regnet.
* And now for something completely different: In den Blödchen Google-Charts habe ich mich auf Platz Fünf vorgekämpft. Dank der tatkräftigen Unterstützung der Putzlowitscher Zeitung.
Elsa Edith: Google hat meine Topplatzierung in den Blödchen Charts schon wieder gefressen, so wie mein Spamfilter Prosa vertilgt. Egal, gegen dieses Blödchen hätte ich eh keine Chance. Paris, geh kacken, hier kommt Anschie.
Kommentare
5 Kommentare zu “Sie haben Post”
Na, dann mal los!
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So oder so ähnlich schrieb ich bereits:
- Sorry Closed
- Notizblog No.49: Andere Länder, andere Sitten...
- Notizblog No.48 - Twitter TV
- Jahresrückblick - Heute: Merry X-Mas
s - Kommentare, die man selbst gern geschrieben hätte
- Top 3 der Blogcomedy
- Abgestimmt vom Arbeitsmarkt*
- Lieber guter Weihnachtsmann...
- Notizblog No.40 - Steampunk Laptop
- Zeit ist mein Gemüse
- Sommerloch in 12 Akten
- Das beliebte Sommerloch
- Lang, länger, am längsten...
- Parkplatzsuche
- Ich hab' den längeren...
- Abmahnschaum
- Blogblähung
- Danz op de Deel
- Warten auf den Pausenclown
- Die gute Tat des Tages
- Dinge, die die Welt braucht
- Personalkarussel
- Beat it
- YouPentagon
- Katzen
bildergezwitscher im Selbstversuch - Gewichtsverlust durch erhitzen
- Das Ende des Schwanzvergleichs
- Deutschland sucht den Sprüchekasper
- Abmahnspam aus der Zukunft...
- Jemand zu Hause?
- Beißreflex in saure Gurken
- Männer weinen und verkaufen
- B*llywood is the new S*nnenlicht
- Gute Frage
- Buzzwor(l)d-Bullshit-Bingo
- Kapuzenbilder are the new Katzencontent
- Mutantenstadl ohne Ahnung
- Hauptsache wohlgeformt!
- Damm Da Da! Damm Da Da Da!
- Irgendwie Presse
- Martial-Cover-Arts
- Geh ma' erklären
- Blog is the new Pop - Revisited often
- GEMA Post Albtraum
- Arrrrghhhh...
- Heimliche Online-Durchsuchung verboten!
- Bassdrum macht Schtonk
- eiDiskette
- Fett abrocken
- Gruene Syntax
- Mohammed Karikatur?
- Indiziert
- Traumkonzert
- Ad Astra
- Gewalt ist keine Lösung
- So'n Scheiß aber auch
- Konfuzius 2.0
- Wlogeldackel
- Gute Nacht, John Boy
- Ding Dong Twang...
- Keine halben Sachen
- Superwillisau krank
- Wenn's hilft ...
dings @ identi.ca
Herrlisch die Anschie. 43 x Tokio Hotel erwähnt. Mischen accomplisched.
Hatte ich vergessen: Herr schmeiß Hirn vom Himmel.
Besser wäre: Herr erbarme Dich!
Man muß übrigens etwas Nachsicht mit Google haben. Gerade bei neuen Inhalten schwanken die Platzierungen zum Teil erheblich. Das muß sich immer erst einpegeln, hab ich selber schon erlebt. Aktuell sehe ich Dein Blödchen bei Google auf Platz 6:
http://www.google.de/search?q=bl%C3%B6dchen
Das ist Kunst. Spam ist Kunst.
Fremd klingt die Sprache und trotzdem seltsam vertraut!