Erdnussbutter - Evolution 1:0

Viele kamen allmählich zu der Überzeugung, einen großen Fehler gemacht zu haben, als sie von den Bäumen heruntergekommen waren. Und einige sagten, schon die Bäume seien ein Holzweg gewesen, die Erdnussbutter hätte man niemals verlassen dürfen.

[Frei zitiert nach Douglas Adams]

Wer findet den Fehler im Zitat? Mehr…

Brot und Spiele revisited

Ein Planspiel der besonderen Art hat sich die Diakonie Hannover, passend zur Fastenzeit vor Ostern, erdacht. Dreiundachtzig Personen aus dem Kirchenkreis Bramsche spielen sieben Wochen Hartz IV. Vier Familien sind bereits nach fünf Wochen wieder aus dem Experiment ausgestiegen. Sie sahen keine Chance sieben Wochen lang von dem zu leben worüber man bei Hartz IV Bezug verfügen würde. Wut, Ohnmacht und Überforderung macht sich bei den verbliebenen Teilnehmern breit.

“Für uns ist es nur ein Spiel, dieser Gedanke beschämt mich”, sagt die Bramscherin Barbara Pöppe, Teilnehmerin am Projekt. Ein Blümchen als Frühjahrsschmuck, ein belegtes Brötchen, das sich der Sohn auf dem Weg zur Arbeit kaufen will? Nicht daran zu denken. Die Mutter von drei Kindern hat bereits in den ersten zwei Wochen erkannt, dass die Ausgaben selbst bei Verzicht das Budget noch überstiegen…

[Quelle: OZ Online - Das Geld reicht vorne und hinten nicht 27.03.2007]

Brot und Spiele

Notiz an mich selbst: Bürgergeld, Bürger-Kultur, Kultur-Flatrate, Bloggergeld… Mal darüber nachdenken.

Käuflich

You know you’re in big trouble when Mehr…

Jemand zu Hause?

Das Urheberrecht muss endlich im digitalen Zeitalter ankommen

sagte Michael Haentjes, Vorstandsvorsitzender der deutschen Phonoverbände (IFPI) Anfang des Jahres nach einem Treffen mit Staatsminster Bernd Naumann. [ifpi.de 17.01.2007]

Nichts anderes wünscht man sich, wenn heute auf Telepolis zu lesen ist: Schlecht geschützt verkauft sich gut. Die Hoffnung, das der deutsche Phonoverband jemals im digitalen Zeitalter ankommt schrumpft zusehend. Man wäre ja schon glücklich, wenn sie irgendwann mal in der Realität ankommen. Jedesmal wenn ich was vom IFPI lese, muß ich an “Zurück in die Zukunft” denken. McIFPI, jemand zu Hause?

Hey Ho, Let’s Go…

Heute am 30.3. vor 33 Jahren gaben die Ramones ihr erstes von insgesamt 2263 Konzerten. Danke für’s auf der Straße gewesen sein, Joey, Johnny, Dee Dee, Tommy, Marky, Richie, C.J. und Elvis. One, Two, Three, Four…
Joey Ramone Bowery
[http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:JoeyRamonePlaceBowery.jpg]

Klappspaten reloaded

Johnny hat die faltbare Gitarre von Devillain entdeckt. Ich steh ja auf so’n besaitetes Freakzeugs. Auch wenn sie nicht faltbar war, mußte ich sofort an meine Chiquita Travel Gitarre denken. Die Devillain hat mich ausserdem an den Erfinder der Foldaxe, Roger Field, erinnert. Im Gitarre & Bass Magazin gab’s 2004 einen Artikel über Vater der Klappgitarre. Leider gibt’s online davon nur noch ein kleines Bildchen. Field drückte zwar Eric Clapton, Keith Richards und Paul McCartney die Foldaxe in die Hand, trotzdem war seine Company ähnlich erfolglos wie sein Versuch Arnold Schwarzenegger ein vernünftiges tieäjtsch beizubringen. Die deutsche Firma Hoyer hatte 1977 übrigens auch einen besaiteten Klappspaten im Programm. Stewart Guitars (und nicht Stew MacDonalds, wie ich irrtümlich bei Johnny in den Kommentaren schrieb) hat es, statt mit Falten, mit einem Zusammensteck-System versucht. Stow-Away, die Aktentaschengitarre, ist ähnlich putzig wie das akustische Schweizer Gegenstück, die Brunner Outdoor Guitar.

Notizblog No.25

  • Mit 50 Dollar die Musikindustrie retten. Schlägt Manager-Legende (Pink Floyd, Clash, Ian Dury, Billy Bragg) Peter Jenner vor. [via Musikdieb]
  • Null Verständnis für verwöhnte Großtstadtbubis, die den Unterschied zwischen Null und Was Verdienen nicht mehr kennen, weil in ihrer Welt scheinbar andere Realitäten gelten. Word, Robert.
  • Plingplongploing. The Pro/Anti Shred Debate: Advanced Guitar and Music Theory in Rock ‘n’ Roll.
  • Pedal-Steeler sind auch nur Blogger.

[Edit: Hab’ ich ganz vergessen, wollt ich schon seit Tagen drauf hinweisen: Werbung, jetzt auch beim SXSWbüschel. Gibt’s auch mit ohne Bier hier zu lesen.]

Who needs a drummer anyway?


glumbert.com - Guitar never seemed so hard Website: www.andymckee.com

Hatte ich im Januar schon mal im singalong.blog gesehen und heute kam’s nochmal per Mail vom Bobster. Passend dazu aus einer Antwortmail: “…like we all do when nothing´s on the TV….“.

Sorry Bushido

Notiz an mich selbst: Nie wieder Don A. mit Bushido vergleichen. Das Interview bei Raab hat mich überzeugt. Du bist ‘ne coole Sau. Echt. Respekt.

Ja, ich weiß, heimlich TV-Total gucken ist genauso wenig cool wie heimlich Blogbar lesen. Who cares?

R.I.P. - Nikki Sudden

Heute vor einem Jahr:

Nikki Sudden RIPViel mehr Glauben an Rock’n'Roll ging nicht…

I think I’ll have another drink before I leave you.

Though it’s time for me to walk right out of that door…

Nikki Sudden 19. Juli 1956 - 26. März 2006

Danke, Tom, für’s erinnern.

Echo mit Echo

Echo 2007 mit 2 Stunden Tape-Delay und René berichtet Live on Blog.

Nachzutragen sind vier Preise, die aus unerfindlichen Gründen aus dem Live-Tape heraus geschnitten wurden:

  • Bester Bildschnitt/beste Kamerafahrt für die Szene in der Laudator Mittermeier Bono’s Predigten lobt, die auch den letzten Politiker erreichen würden, wenn er seine Stimme gegen die Armut erhebt. Kameraschwenk ins Publikum auf Berlins Schülerschreck Bürgermeister Wowereit.
  • Preis Nummero zwei für die Frisur des Abends teilen sich die Sängerin von T*kio Hotel und der quadratische Gitarrist von B*lly Talent.
  • DJ Ötzi, ebenfalls in der Kategorie Frisurenecho 2007 nominiert, wurde disqualifiziert, da er selbst seine Frisur als Wollmützentoupet enttarnte. Dafür empfahl er sich gleich für die Kategorie Fleichmützengesichter des Grauens. Natürlich chancenlos gegen die Überraschungsgewinner, die Ursprung Buam.
  • Auch der letzte Preis des Abends, den es noch nachzutragen gilt, wird geteilt. Den Hütchenspieler-Echo 2007 teilen sich Schwingsternchen Roger Cicero und Beatsteaks Sänger Arnim Teutoburg-Weiss.

Das Album ist tot, es lebe…

C-80Bei DE:BUG gibt’s einen lesenswerten Beitrag zum Thema: Vergesst das Album. Passt irgendwie gerade zu meiner Wiederentdeckung von Bow Wow Wow. Malcolm McLaren (für die Jüngeren unter uns: das ist der Erfinder der musikalischen Sicherheitsnadel) hatte schon Anfang der Achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts den Tod des Albums vorausgesagt und erfand die “Cassingle“. Die EMI war gar nicht begeistert und bewarb Bow Wow Wow’s “C30, C60, C90, Go” gar nicht erst. Schließlich hielt man die Compact Cassette für den Untergang des Abendlandes. Und eine Cassette, bei der nur eine Seite bespielt war, erst recht. Gefrustet von der fehlenden Unterstützung der EMI veröffentlichten Bow Wow Wow ihr erstes Album bei der RCA. Ursprünglich sollte es den Titel: “Ronnie Reagan, Sue Ellen, Cassanova, Botticelli, in a time, never, never, Queen Diana, Rockefeller” tragen, aber das hätte auf keine Cassettenhülle gepaßt. Statt dessen entschied man sich für den deutlich eingängigeren Titel: “See Jungle! See Jungle! Go Join Your Gang, Yeah, City All Over! Go Ape Crazy!” und veröffentlichte wieder auf Vinyl. Ach, schön war die Zeit.

Im nachhinein wäre die Idee, mit den nur halb bespielten Tapes, eigentlich eine echt tolle gewesen. Man hätte nur konsequent sein müssen. Wären einfach nur die Hälfte aller Songs der Achtziger Jahre veröffentlicht worden, wieviele musikalische Schwerverbrechen wären einem erspart geblieben?

Ich will Zucker* revisited

Wow, wie die Zeit vergeht. Der Mann, rechts neben Annabella Lwin, ist weder Pizzabäcker, noch Betreiber des Londoner Waschsalons in dem die, damals 14-jährige, 1980 Stevie Wonder Songs trällerte und ausgerechnet von Malcom McLaren, dem Manager der Sex Pistols entdeckt wurde.
Bow Wow Wow & Steve Jones
Links, das ist Leigh Gorman, Original Adam Ant Bassist und von Anfang an bei Bow Wow Wow dabei. Zwischendurch schrieb er Filmmusik (u.a. für einen Film in dem Claudia Schiffer und Henry Rollins mitspielten) und produzierte Morrissey. Daneben Andrew Young, No Doubt Trommler, der von 2003-2005 David Barbarossa ersetzte, der zu Republica abgewandert war. Hinter Lwin steht Phil Gough, der Gitarrist der Matthew Ashman ersetzt. Der letzte Mohikaner, der Duane Eddy des Punks, verstarb 1995. Und der freundliche Pizzabäcker rechts? Der spielte Mitte der Siebziger auch in einer Londoner Band, zog dann nach Los Angeles, spielte zwischendurch u.a. mit Bob Dylan und schrieb Musik für die Serie Miami Vice. Heute macht er Radio: Jonesys Jukebox.

* Nachtrag zu dem “I Want Candy” Video von gestern.

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