Brot und Spiele revisited
Ein Planspiel der besonderen Art hat sich die Diakonie Hannover, passend zur Fastenzeit vor Ostern, erdacht. Dreiundachtzig Personen aus dem Kirchenkreis Bramsche spielen sieben Wochen Hartz IV. Vier Familien sind bereits nach fünf Wochen wieder aus dem Experiment ausgestiegen. Sie sahen keine Chance sieben Wochen lang von dem zu leben worüber man bei Hartz IV Bezug verfügen würde. Wut, Ohnmacht und Überforderung macht sich bei den verbliebenen Teilnehmern breit.
“Für uns ist es nur ein Spiel, dieser Gedanke beschämt mich”, sagt die Bramscherin Barbara Pöppe, Teilnehmerin am Projekt. Ein Blümchen als Frühjahrsschmuck, ein belegtes Brötchen, das sich der Sohn auf dem Weg zur Arbeit kaufen will? Nicht daran zu denken. Die Mutter von drei Kindern hat bereits in den ersten zwei Wochen erkannt, dass die Ausgaben selbst bei Verzicht das Budget noch überstiegen…
[Quelle: OZ Online - Das Geld reicht vorne und hinten nicht 27.03.2007]
Kommentare
Ein Kommentar zu “Brot und Spiele revisited”
Na, dann mal los!

Das ist ja mal eine sehr gute Darstellung, den so machne Politiker reden ja von Kürzungen, oder sogar von Reichtum. Harz IV ist wirkliche eine sehr harte Sache. Auch wenn wir einen Aufschwung nun in Deutschland haben, leider wird dieser Personenkreis bestimmt kaum mit Arbeit abgedeckt werden können. Wir brauchen in unseren Land Bürgerarbeit oder ein vernüftiges “Bürgergeld” und alles wäre geholfen. Das ist ja auch keine neue Idee. Davon Sprach vor Jahren Prof. Kurt Biedenkopf.. Aber es wird bestimmt schwer werden mit dem Bürgergeld. Ich könnte mir aber eine gesunde Kombination aus Bügergeld und Verdienst vorstellen. Den viel Menschen arbeiten heute und können aber von Ihren erwirtschafteten Geld nicht Leben. Also da muss eine Lösung her. Vielleicht wäre ein vernüftiges Kommbilohnmodell auch eine gute Lösungung. Denn zum Bürgergeld für alles wird man bestimmt keine Mehrheit finden auch wenn die Mehrheit der Bürger für gut fände. Aber unsere Politiker sind ja leider nicht die bügerliche Mehrheit. Die Richtige Politik geht ja vom Volk aus. Unsere Poltik heute geht von Oben nach unten, die von den Medien zu und dringt. Also Demokratie können wir in unseren Land nicht mehr sprechen. Liebe Grüße, Lars-Michael Lehmann