Arrrggggs…
Elastomere scheinen nicht Klimawandelresistent zu sein. Jedenfalls schmolz mir gestern das Gummipufferchen am Arsch meines alten Drecksbike weg. Was eben noch ein Federelement war, sah jetzt aus wie ein Crashtest Dummy für Gen-Zitronen. Natürlich gibt’s für den Drahtesel auch keine Ersatzteile mehr, also mußte Vaddern selbst ran.
Elastomere lassen sich in der Microwelle wieder “aufpumpen”. Stand jedenfalls so in irgendeinem MTB-Forum. Habbisch gemacht. Jetzt hatte ich zwar die ursprüngliche Form wieder, aber dafür war das Teil jetzt butterweich. Also Gaffa-Tape ums Plasteweichteil und Kabelbinder. Weil’s ja halten soll. Hält auch. Wenn man fort an nur noch bei Minustemperaturen fährt. Unter verschärften Klimawandelbedingungen hält der Fahrspaß gerade mal eine halbe Stunde an.
Arrrrggggssss……
Kommentare
8 Kommentare zu “Arrrggggs…”
Na, dann mal los!
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So oder so ähnlich schrieb ich bereits:
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dings @ identi.ca
Hallo Leidensgenosse!
Meine Elastomere hat heute Klimawandel auch erwischt (muss Fr. Merkel bei dem Thema mal sträker in die Pedale treten).
Übringens habe intuitiv die gleiche Lösung gefunden, allerdings noch nich den Fahrspaß getestet.
Tipp: Kabelbinder nicht abschneiden, sieht sehr fett aus!
P.S.: Ersatz gibt es in Scottland
oder woanders…
Oh je, vielleicht hat deine Federung eine Honigmelone oder eine schwangere Biene gesehen und wollte unbedingt seine Wandlungsfähigkeit beweisen…
Jedenfalls meinen Respekt für den Lösungsversuch !
Ich hab gestern Abend das Gummipufferchen nochmal aufgebacken und danach ab die Kühlung. Danach ungefähr die doppelte Menge Gaffa drum rumgewickelt und heute getestet. Bestes Bild. Die ersten 20 Testkilometer hat’s heute schonmal überstanden.
Haia Hopssasa, das ist ja heftig !
Hoffentlich gibt das beim Aufbacken nicht irgendwas nettes an deine Mikrowelle ab !
Kann mir mal einer erzählen wozu man Elastomerpuffer am einem FAHRRAD braucht???
Wenn ich unbedingt ne Federung am Radl haben muß,kommen da vernünftige Gasdruckstoßdämpfer dran oder wenigstens Hydrobeine,aber ganz bestimmt nich so´n Plastik-Kiki!!
Normale,kautschukbasierte Gummipuffer hättens sicher auch getan,aber nee,die Herrschaften brauchen was “moderneres”.
Jetzt seht ihr wie “modern” das ist,begrenzt haltbar,unreparierbar,Wegwerfteil!!
Dann lieber mein Uraltradl,ungefedert,fast unzerstörbar,einfach reparierbar,unbegrenzt haltbar!
Schließlich spielen wir auch keine Elastomer-Gitarren…
mfG Olli
Mein Plastik-Kiki Monster hab ich vor ca. 15 Jahren zusammengebaut. Damals war das Proflex Offroad das einzig bezahlbare “Fully”. Natürlich “braucht” niemand für den Stadtverkehr ein vollgefedertes Bike. Holzreifen würden es ja auch tun ;) Doch gerade als “Gitarrengigbagvielfahrer” war das Plasteschunkelbike eine gute Entscheidung. Ich hab’ mir das Proflex noch “gitarrentransportfreundlich” umgebaut: Proforx Gabel vorne (war billiger als die damaligen Manitous und hatte mehr Federweg), TNT BMX Vorbau plus Ronc BMX Lenker und XT Thumb-Shifter. Dazu noch Magura Bremsen um das 16 Kilo Monster im Hamburger Großstadtjungle zum stehen zu bringen. 10 Jahre am Stück gefahren mit absolut null Problemen. Das Elastomere am Hinterbau hat eine gute Eigendämpfung und kein Pedalrückstoß wie bei einigen Fullys der folgenden Generation. Das jetzt, nachdem ich das Bike aus einem, fast 5 jährigen Winterschlaf, wieder geweckt habe, das moderne Plaste-Kiki Teil den Geist aufgibt, ist Verschleiß mit dem ich leben kann. Nach 15 Jahren ist das okay. Die zweite Gaffa-Behandlung hat jetzt knapp 50 km hinter sich, die Federeigenschaften haben sich nur minimal verändert. Kosten der Reperatur: 2-3 Euro inkl. Kabelbinder. Einen leckenden Ölgasdruckschickiemickiedämpfer hätte ich wahrscheinlich nicht so günstig wiederbeleben können :-)
So sieht’s Monster übrigens aus:

Okay,15 Jahre sind dann doch ne ganz ordentliche Halbwertzeit für Plaste.
Repariert gekriegt hast´es offenbar auch ganz gut,natürlich wieder mit DEM Material das scheinbar ALLES flickt.
Wenn ich mal auf mein (ungefedertes)Uraltbike kein Bock mehr hab besorg ich mir ein-NOCH ÄLTERES!!
Vielleicht so´n Botenfahrad mit Gepäckkorb vorne,die hatten zum Teil schon Blattgefederte Gabeln,Spiralos nur am Sattel.
Das past dann auch optisch gut zu meiner abgeschrammten Bluesfidel…
viel Spaß Olli
Hm. Ich “bewundere” dieses Rumbastlen am Fahrrad. Ich klemme gerne Bits und Bytes um und wuchte Arrays auf Tabellenhügel.
Als ich letzten Sommer völlig motiviert mein Fahrrad reparieren wollte,
nun : Reifen war kaputt.
Gut, Flickzeug geholt und diesen komischen Hebler, dann Schlauch raus und ins Wasser. Blubblubblub. Loch zugemacht. Schlauch rein.
Halbe Stunde später, ich fahr los, gut gelaunt. Nach 10 Metern zerbricht meine Kette und einen Pedalzyklus später macht es BUMM.
Reifen zerplatzt.