Pädagogischer Ausdruckstanz mit Elvis und Zahnbürste
Von Zeit zu Zeit finden sich in der ZEIT online durchaus lesenswerte Musikartikel. Die Reihe Schöner Hören - 15 Hamburger zeigen ihre Musikanlage gehört nun nicht zwingend zu den interessantesten Artikeln, aber das fand ich dann doch gut:
Jeden Morgen seit zwei Jahren hört Catharina mit ihren beiden Töchtern (9 und 4 Jahre) Viva Las Vegas von Elvis. Dann gibt es zwei Minuten lang Ausdruckstanz im Wohnzimmer.
Catharina schwört auf dieses Ritual: “Das tut uns Dreien sehr gut. Zudem hat der Song soviel Substanz, dass er uns immer noch nicht überdrüssig geworden ist. Außerdem ist er ein tolles Druckmittel!” Etwa, wenn die Kinder sich weigern, ihre Zähne zu putzen oder herumtrödeln: kein Zähneputzen – kein Elvis.
[Quelle: Schöner Hören - ZEIT online] [via]
Sollte ich jemals wieder eine Musikanlage haben (mich hat die ZEIT nicht umsonst nicht besucht), werde ich auf diesen pädagogischen Kniff zurückgreifen. Okay, vielleicht ohne den Ausdruckstanz? Viel effektiver dürfte sein: “Jungs, entweder Zähneputzen oder Papa tanzt euch den Elvis!”
Kommentare
3 Kommentare zu “Pädagogischer Ausdruckstanz mit Elvis und Zahnbürste”
Na, dann mal los!
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Catharina schwört auf dieses Ritual: “Das tut uns Dreien sehr gut. Zudem hat der Song soviel Substanz, dass er uns immer noch nicht überdrüssig geworden ist. Außerdem ist er ein tolles Druckmittel!” Etwa, wenn die Kinder sich weigern, ihre Zähne zu putzen oder herumtrödeln: kein Zähneputzen – kein Elvis.
dings @ identi.ca
Super Idee!
Also VIVA LAS VEGAS ist auch mein Lieblingssong vom King! Aber zur Zähneputzzeit habe ich noch nicht DIE Kraft …
Viva Las Vegas ist natürlich groß. War für die meinen aber zu kompliziert. Als meine Kinder noch klein und betanzbar waren, da hatten wir häufig “Smells like Teen spirit” und “ain’t my bitch” von Metallica. Das ging gut und befreite die Körper von menschlichem Seelen-Ballast (Wer mich kennt weiß, dass ich bei der Auswahl Opfer brachte, aber die beiden Lieder sind sehr kinderkompatibel…).
aber da die Kinder mittlerweile immer öfter den alten Herrn albern finden, werde ich dein neues Konzept (”Die Boogie-Regel”, wann erscheint das Buch?) übernehmen und mit eigenen musikaltischen Darbietungen drohen. Ich werde mit “Love me tender” auf der Blockflöte drohen.
Elvis funktioniert doch in allen Lebenslagen:
Beim Bahnstreik (Mystery Train), dem Sippentreffen (Kissin Cousins), der Bereisung des Rhein-Main-Gebietes (Suspicious Mainz) und dem Salto in die soziale Hängematte (In the Ghetto).
Und wenn einen die eigene Brut mit dem Getanze nervt, dann zischt man ihnen gefährlich zu: Elvis has left the building!