Lokalnachrichten #18 - Kultur statt Geld verbrennen

Aus dem aktuellen Newsletter der Aktion Kultur statt Kameras:

Bilanz Videoüberwachung
Eine schriftliche kleine Anfrage des Bürgerschaftsabgeordneten Lutz Kretschmann-Johannsen (SPD) zur Bilanz nach sechs Monaten “Videoüberwachung am Hansaplatz” hat erstaunliches zu Tage gebracht. In der Antwort des Senats heißt es wörtlich:

Die im dortigen Bereich registrierte Kriminalität ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum im 3. Quartal 2007 nicht zurückgegangen.”

Sowie:

Die Investitionskosten für die Videoüberwachung Hansaplatz betrugen rund 400.000 €. Die Betriebs- und Personalkosten werden aus laufenden Haushaltstiteln bestritten und werden nicht separat ausgewiesen.”

Es bleibt nun jedem selbst überlassen, die Effektivität der Maßnahme zu bewerten und zu überlegen, was man alles Schönes mit 400.000 Euro für den Platz hätte machen können. Ohne Worte.

Hamburg hat’s ja. Wer mal eben 16.000.000,– für einen Fußweg zur Elbphilharmonie ausgeben will, der kann man auch mal eben 400.000 Taler für nichts und wieder nichts verbrennen. Hauptsache es brennt überhaupt irgendwo noch ein Licht. Und sei es nur im Kühlschrank.

Edit: Solange die Leselampe noch brennt: “Ein Staat, der nur noch damit beschäftigt ist so zu tun, als gerate ihm nichts außer Kontrolle, bietet seinen Bürgern nichts. Außer Kontrolle.” [Spreeblick Johnny 20.11.2007]

Kommentare

Ein Kommentar zu “Lokalnachrichten #18 - Kultur statt Geld verbrennen”

  1. Hokey am 25. November 2007 8:47 pm

    Danke für den Link auf Johnny. Bisweile kommt der gute alte Spreeblick-Spirit doch immer wieder durch…

Na, dann mal los!





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