G-Sharp Guitar - Klein, aber scharf…

Bass spielen bringt richtig Spass. Trotzdem hab’ ich mir mein Faible für Zwergengitarren erhalten. Hier z.B. mein kleines Besteck und hier in Bild & Ton. Auch das erste mp3 File in meiner kleinen Bloghütte wurde mit einer Zwergengitarre eingespielt. Die war, auf Grund der kurzen Mensur, auf Open A gestimmt. G# würde sich als Tuning für eine Schrumpfgitarre aber auch anbieten.

G Sharp Guitar G#
Das dachte sich auch Øivin Fjeld, Erfinder der G# (Sharp) Guitar. Mit 53 cm ist die Mensur der G# Guitar gute 10 - 12 cm kürzer als die einer “normalen” E-Gitarre. Selbst 3/4 Scale Necks, wie die einer Fender Mustang oder einer Gibson Melody Maker sind fast 5 cm länger, als die des norwegischen G# Zwerges. Meine Chiquita Travelguitar hatte eine Mensur von knapp über 48 cm und funktionierte ganz hervorragend mit einem High A Tuning. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass der 53 cm Hals der G# Guitar ideal mit einem, einen Halbton “tieferen”, G# Tuning bespielbar ist. Ein 10-46′er Saitensatz dürfte sich bei dem Tuning sehr ähnlich dem des Standard Tunings auf einer normalen E-Gitarre anfühlen.

Die Bünde liegen, Dank der kurzen Mensur, relativ nah beieinander, so das die kleine Norwegerin auch für Flitzefinger ein passendes Instrument ist. Bei YouTube gibt es ein Video von Joe Berger, der auf der G# Guitar einen lustigen Mix aus akustischem Fingerstyle und Speedpicking spielt. Nicht unbedingt mein bevorzugter Stil, aber seine rechte Pickinghand nötigt einem schon eine Portion Respekt ab. Mich fasziniert an einem High Tuning auf der kurzen Mensur eher der Sound, der tendenziell Richtung Lapsteel geht. Auch für Effekte, die man sonst mit dem Nashville Tuning erreicht, kann ich mir die G# Guitar gut vorstellen.

Der Lapsteel-ähnliche Charakter des hohen Tunings kommt natürlich besonders gut mit dem Bottleneck zum tragen. Auf der Tone-Toys Seite (wo sonst findet man so originelle Instrumente?) sind einige Sound Clips der G-Sharp Guitar zu hören. Einen der Clips, eingespielt von Terje Kinn und Lars Håvard Hagen, der sehr schön den Lapsteel Charakter des High Pitch Tunings zeigt, hab’ ich hier in den Player eingebettet:

Und wer nach dem anhören dem aufkommenden G.A.S.*-Anfall nicht widerstehen kann, dem wird bei Tone-Toys geholfen.

*G.A.S. = Gear Acquisition Syndrome

Zeichen der Zeit erkennen. Heute: Universität Hamburg

140-Zeichendingens wie Twitter oder identi.ca sind an der Hamburger Universität noch nicht angekommen. Dafür bedient man sich dort einer Art Steinzeit-Twitter… Mehr…

Lokalnachrichten #31 - Landunter…

Trinkwasser Notversorgung
Morgens, 01:30 Uhr, Wasserrohrbruch. Das dritte Mal innerhalb weniger Monate. Immerhin ist die Kaffee-Versorgung gesichert…

Musiker helfen Musikern [Update]

Ich hatte leider nie das Vergnügen Alex Parche persönlich kennenzulernen. Doch vor einigen Jahren hatten wir einen kurzen, sehr netten, eMail Kontakt. Ich schrieb Alex wegen eines Fotos auf seiner Website an. Auf dem Foto sitzten Alex Parche und Cheap Trick Gitarristen Rick Nielsen an einem Tisch. Ich kannte Alexs Gitarrenarbeit von der Band Breslau und natürlich von Zeltinger, dessen Gitarrist und Produzent Alex Parche lange Jahre war. In der Mail fragte ich Alex nach der Geschichte, die hinter dem Bild von ihm und Rick Nielsen steckt, erzählte ihm ein bisschen was von meiner damaligen Band und so entwickelte sich ein kurzweiliger Mailkontakt. U.a. stellte es sich heraus, das Bernie Tormé, ehemaliger Gillan Gitarrist, den ich noch von dem einzigen Star Club Gig, den ich je gesehen habe, in guter Erinnerung hatte, die selbe internationale Booking Agentur hatte, wie Alex Parche
Rick Nielsen & Alex Parche

Heute erreichte mich eine Mail von Heinz Rebellius, Redakteur des Gitarre & Bass Magazins:

Der bekannte Kölner Musiker Alex Parche ist durch einen schweren Schlaganfall aus seinem Musikerleben gerissen worden. Nach Monaten im künstlichen Koma fesselt Alex nun eine halbseitige Lähmung ans Bett eines Pflegeheims, ohne Aussichten auf Weiterführung der ReHa-Maßnahmen und auch ohne Lebensperspektive im Kreis seiner Familie, denn die finanziellen Mittel dafür fehlen. Zeit also, zu helfen…

In einer einmaligen Aktion der Musikerzeitschrift GITARRE & BASS sowie diverser Herstellerfirmen aus dem Musikalien-Bereich (PRS, Hamer, Ovation, Schaller, Meinl, ESP, Music Store etc.) und der Zeltingerband wurde Equipment im Wert von fast 30.000 EUR zusammengetragen, das nun verlost wird. Mehr Informationen zu dieser Aktion “Musiker helfen Musiker” - z.B. wo die Lose zu erwerben sind, wann die Ziehung ist etc. - findet Ihr im anhängenden PDF und auf dieser myspace-Seite: www.myspace.com/alexparchecharityproject

Der Mail ist ein PDF angehängt, das ich hier gern zum Download bereitstelle. In dem PDF kann man nachlesen, wer sich alles an den Sachspenden für das Alex Parche Charity Project beteiligt hat. U.a. Paul Reed Smith (PRS Custom 22 Artist mit Gold Hardware, Wert ca. 6.000,– Euro), Ovation (Ovation Custom Legend, Wert ca. 2.500,– Euro) und Hamer (deren bekanntester Endorser der, oben erwähnte, Rick Nielsen sein dürfte, mit einer Hamer Studio Custom, Wert ca. 3.500,– Euro). Die Sachpreise werden verlost und der Erlös geht an Familie Parche und die dringend nötigen Reha-Massnahmen für Alex Parche. Wo es die Lose gibt, erfährt man beim Gitarre & Bass Magazin.
Musiker helfen Musikern
Ich habe schon einige Male Support-Gigs für Musiker aus USA gespielt, die den Rest ihres Lebens dafür touren werden um offene Krankenhaus Rechnungen zu bezahlen. Und bis heute dachte ich, das das nur US-Musikern passieren kann, weil viele von ihnen ohne jeden Krankenversicherungsschutz leben. So wie ich Alex Parche einschätze, hätte er sich den Arsch auf Tour abgespielt, um seine Reha-Massnahmen zu bezahlen. Die Chancen, das er je wieder mit einer Gitarre auf der Bühne stehen wird, sind aber wohl sehr gering.

[Update]: Am 06.10.08 lief auf RTL Regional ein kurzer Bericht über Alex Parche: Musiker helfen Musikern - RTL Regional.

Kunst, Kommerz und eine Ente

Kunstkommerzente
Gestern auf dem ArtCamp. Die These eines Kommunarden-Lomunauten.

140 Zeichen - Jetzt im Kino

140 Zeichen
Was ist eigentlich dieses 140-Zeichen Microblogdingens? Und warum? Und überhaupt. Das einheiTZbrei Blog zwitschert erklärt’s. In bewegtem Bild, Ton und in Farbe. Zwonull eben: Was zwitschert denn da? Vom Reiz (und Sinn?) des Mikrobloggens.

Lokalnachrichten #30 - 140 Zeichen R.E.M.

Twitter R.E.M.56,90 Euro sind mir für R.E.M. definitiv zu teuer. Auch wenn ich Gitarristen Peter Buck jeden Cent gönne, schliesslich wurde ihm, während der aktuellen R.E.M. Europa Tour, in Finnland seine Rickenbacker geklaut. Heute spielen R.E.M. ihren Abschluss-Gig in Hamburgs Color Line Arena. Ich mach’ heute Abend ab 21:00 Uhr die Balkontür auf und schmeisse Twitter an. Wenn der Wind günstig steht, kann ich sogar was vom Konzert hören. Wenn nicht, begnüge ich mich mit dem 140-Zeichen Livegetwitter des REMRoadDog.

Norman Whitfield jetzt auf Wolke 9

singalong.blogMotown Legende Norman Whitfield starb im Alter von 67 Jahren.
Cloud 9 im singalong.blog. [via Vyvienn]

King Of The Fahrradweg

Rex Fahrrad
Eben an der Ampel. Der freundliche ältere Herr erzählt, er habe den REX Motor seit 1952 und erst kürzlich habe er ihn wieder restauriert. Der Auspuffkrümmer ist aus einem umgearbeiteten Stück Fahrradlenker (”Im Internet gibt es auch noch original Ersatzteile, aber da sollte der Krümmer 199,– Euro kosten…“). Das Fahrrad ist ein altes “DDR Sportfahrrad” und der TÜV Pinneberg hat die Konstruktion als Mofa abgenommen. Einzelabnahme, wie er stolz erzählt, und der Mann vom TÜV hat ihm auch noch eine Kettenabdeckung spendiert. Mit dem REX Bike hätte der gute Mann auch auf den Harley Days eine gute Figur gemacht. Zumindest in der Schnapsglas-Klasse wäre er der König der Reeperbahn gewesen.

Lokalnachrichten #29 - 20.-21.09.08 ArtCamp Hamburg

ArtCamp Hamburg Lichtmast
Dieses Wochenende findet das ArtCamp’08 in Hamburg statt. Vorglühen am Freitag im Sausalitos und Samstag/Sonntag geht’s weiter im DWP, Von-Melle-Park 9. Anmelden kann man sich hier und dort geht’s zum ArtCamp Blog.

Not-Operation an der offenen Brücke

Homer Telecaster
Der Gotoh Bridge Pickup musste raus. Zuviel mittiger Twang für den 18 Watt Röhrenamp ohne Mitten-Regler. Fünf Minuten vor der Probe den Lötkolben vorheizen. Um dann festzustellen, dass das Gewinde der Gotoh Pickup- Schrauben nicht zum Gewinde des Joe Barden Pickups passt. Na toll. Gaffa Tape hält auch. Und es klingt. Nein, nicht das Gaffa Tape, aber das auch. Bilde ich mir jedenfalls ein. Naja, so passt die Homer Tele wenigstens zu meiner Bastardocaster.

It Is Hard To Hit The Cowbell In A Countryband

LoveboatsManchmal sind Schauspieler auch respektable Musiker. Mein Favorit ist nach wie vor Hugh “Dr. Housemusic” Laurie. Aber ich würde mich jederzeit mit meinen Cowboystiefeln auf Dr. Lauries OP-Tisch stellen, um ihm zu sagen das Christopher Walken der bessere Country Kuhglocken Spieler ist. Hit me with your cowbell stick! Cpt.Stubing & The Loveboats feat. Christopher “Cowbell DJ” Walken.

The End Of The World As We Know It [Update]

Peter Buck RickenbackerMusikinstrumente zu klauen ist schon Scheisse genug. Einem Musiker ein Instrument zu klauen, das ihn mehr als ein Vierteljahrhundert begleitet hat, ist so richtig richtig Scheisse. So geschehen gestern Abend nach dem Helsinki Gig der Band R.E.M.

Sadly, Peter’s signature Rickenbacker guitar was stolen from the stage immediately following tonight’s performance in Helsinki, Finland. This is Peter’s infamous signature Rick, which has been the staple of Peter’s arsenal both live and in the studio since the band released Chronictown in 1982. Needless to say, this instrument means a great deal to Peter and to R.E.M. It is our sincere hope that whoever is responsible for the loss, or whoever has information which can help recover the guitar, will come forward to receive a generous reward, no questions asked.

Email information to fanclub@remtour.com or phone (001) 706 353-6689…

Quelle: R.E.M. HQ News via RemRoadDog/Twitter

[Update]: RemRoadDog via Twitter:

#remmunich Michael intro’s the band as “Im Michael, that’s Mike, that’s Peter & that’s the rickenbacker”

Peter Bucks Rickenbacker ist wieder aufgetaucht. (Motor.fm News)

140 Katzen in der Unternehmenskommunikation

CatsultantWenn man dem VNR* Verlag der Deutschen Wirtschaft AG Glauben schenken darf (und ich wüsste, nach Genuss dieses Zitats, nicht warum man das tun sollte), dann sind “Online-Tagebücher und Weblogs (sind) längst Standardmittel der Unternehmenskommunikation”. Danke, Cem, für diesen Quell der Erheiterung. Im weiteren Verlauf des VNR Artikels “Twitter: Wie Sie Micro-Blogging für Ihre Unternehmenskommunikation nutzen können” geht es - die Headline nimmt die Pointe leider voraus - um Twitter in der Unternehmenskommunikation. Ich finde den Titel allein schon so lustig, das man eigentlich nicht weiterlesen braucht. Ich hab’s trotzdem getan und bin entsetzt. Kein Wort über die tollen Nextbigthing-Unternehmensdingens wie z.B. Second Life. Gut, gut, Second Dings war letztes Jahr und ist damit out. Okay, Twitter war auch schon letztes Jahr. Aber was ich wirklich schlecht recherchiert finde, ist die Tatsache, das Katzenbilder in dem VNR Artikel nicht mit einem Wort erwähnt werden. Dabei ist das Katzenbild schon längst, aber nun wirklich längst, das Unternehmenskommunikationsdingens schlechthin. Mit freundlicher Erlaubnis des Islay Bloggers Armin, darf ich seinen Kommentar bei Cem im Volltext zitieren. Liebe Deutsche Wirtschaft, bitte mitschreiben:

  • 1. Mit Katzenbildern und insbesondere LOLcats können sie viel direkter kommunizieren: “you iz likz our productz!! kthxbye!”
  • 2. Ihr Image wird sofort viel netter und knuddeliger: Iiiiih, ein böser Grosskonzern! Aaaaaaaaaah, sieh mal, eine süsse Katze! Die muessen nett sein!
  • 3. Katzen erzeugen Links (aka linkbaiting), Blogger werden sie lieben: Oh, eine Katze, muss ich gleich bloggen!
  • 4. Sie erzeugen sofortige Identifikation mit Ihrem Unternehmen (aka persönliche Marke): Guck mal, die Grosskonzern-Katze mit dem niedlichen schwarzen Punkt auf der Nase.
  • 5. Immense Kosteneinsparungen: 5 PR Fuzzis kosten viel Geld, eine Katze nur ein paar Dosen Katzenfutter. Welch ein Sparpotential in den Zeiten des Credit Crunch!
  • 6. Miaow!

  • *VNR steht übrigens für Visionen Nutzen Rat. Zu Visionen hat Helmut Schmidt ja schon alles gesagt.

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