Lokalnachrichten #36 - Flüchtiger Microkiller [Update]

Screenshot identi.ca cemb
Kann man so stehenlassen, auch wenn ich anderer Meinung bin. Oder gerade weil ich anderer Meinung bin und vermute, das auch Cem das differenzierter sieht, als er es in 140 32 Zeichen verpackt hat. Fakt ist jedenfalls, das aus dem einstmals belächelten Twitter-Entchen so langsam ein fetter Wal Schwan geworden ist. Blödes Bild, ich weiss, aber das Schöne am Makroblogging ist ja, das man mehr als ausreichend Zeichen, auch für noch so blöde Bilder, zur Verfügung hat.

Apropos Makro/Micro, am 22. und 23. November findet das 2. Hamburger Barcamp statt. Im Gegensatz zum eher kuscheligen ersten Hamburger Barcamp im Juni 2007, wird’s wohl diesmal ziemlich Makro werden. Die Teilnehmer-Listen sind proppevoll und ich bin gespannt, ob das Konzept der Unkonferenz in der Grössenordnung noch funktioniert. Ausserdem bin ich gespannt, wie viel Raum das Thema Microblogging beim Barcamp einnehmen wird. Ich hoffe ja zumindest auf eine Session zum Thema MBC09. Die Microblogging Conference 09 ist ja noch ein paar Tage hin, aber ich würde mich freuen, wenn Cem, als Initiator der MBC09, eine kleine PreView Session abhalten würde. Ich selbst hatte überlegt etwas zum Thema Musiker/Microblogging und anderes Webzwonulldingens zu machen, aber momentan fehlt einfach die Zeit so etwas vernünftig vorzubereiten.

[Update]

Hermann identi.ca
@hermann (Herausgeber des TUXAMOON Magazin) fragt und Nicholas Carr vom Encyclopædia Britannica Blog gibt eine der möglichen Antworten: Blogosphere, R.I.P.?

Kommentare

9 Kommentare zu “Lokalnachrichten #36 - Flüchtiger Microkiller [Update]”

  1. Jeriko am 10. November 2008 4:05 pm

    Wenn man sich am Barcamp Berlin orientiert (und ich gehe mal davon aus), dann hat sich das mit der Unkonferenz. Ab einer gewissen Größe lässt sich so ein Konzept wohl nicht mehr vernünftig realisieren…

    Und um beim Thema zu bleiben, ich würde die Aussage von Cem abändern in “microblogging weakens blogging. fact.” aber ganz ehrlich, dass wurde doch alles schon durchgekaut, und beide formen des digitalen publizierens werden auch in zukunft ihre berechtigung haben.

  2. Boogie am 10. November 2008 5:44 pm

    @Jeriko: Ich habe vom letzten Berliner Barcamp nur sporadisch bei Twitter mitgelesen und das war sicher nicht besonders repräsentativ. Um die Nachlese hab’ ich einen grossen Bogen gemacht, da ich auch befürchte, das es ab einer gewissen Grösse nicht mehr so einfach ist an einem Unkonferenz-Konzept festzuhalten. In Hamburg kommt noch die etwas unglücklich gewählte Location dazu. Wandsbek ist nicht gerade der Nabel Hamburgs und OTTO liegt zudem noch ziemlich in der Wallachei Wandsbeks. Man kann noch nicht mal, zur Entspannung, rüber zu Amptown springen, weil die Jungs ja seit geraumer Zeit im Feldstrassen Bunker weilen. Schade, besonders für Nicht-Hamburger. Auf der anderen Seite braucht’s bei 400 Teilnehmern am Tag eben auch eine entsprechend grosse Location mit WLAN und allem Piepapo (auf der anderen Seite wäre ein WLAN-loses Barcamp auch mal was nettes. Dann sieht man vielleicht auch mal das eine oder andere Gesicht und nicht nur aufgeklappte Laptopdeckel). Trotzdem, ich freu mich auf’s Barcamp. Das wird schon werden.

    Was das Thema “Microblogging kills the VideoBlogstar” angeht: Vieles, was ich früher verbloggt hätte, landet heute in identi.ca (und von da aus nach Twitter). Trotzdem möchte ich meinen Blog nicht missen. Bloghütte fühlt sich für mich an wie Studio und 140-Zeichenschleuder wie Bühne. Als Musiker mag ich beides. Als Schreibender ebenso.

  3. Jeriko am 10. November 2008 11:05 pm

    Ich habe vom letzten Berliner Barcamp nur sporadisch bei Twitter mitgelesen und das war sicher nicht besonders repräsentativ.

    Was meinst du damit? Ich gebe ja zu dass das Berlin mein erstes Barcamp überhaupt war, ich hab mir nur durch alte Hasen bestätigen lassen, dass es kein Barcamp im ursprünglichen Sinne war.

    Bzgl. Microblogging: Exakt das meinte ich. Microblogging hat sich für Einzeiler, Gedankenblitze, Kurzweil etabliert - all das, was man früher auf dem Blog geschrieben hätte. Daher geschwächt, nicht getötet, denn es gibt immer noch genug, was sich nicht in 140 Zeichen pressen lässt.

  4. Vom Hundersten ins Tausendste (Annäherung an James Hunter) « www.Sozialgeschnatter.de am 11. November 2008 1:39 am

    […] aber angenehmen Nebeneffekt: Ich knüpfte inspirierende Kontakte – zum Beispiel mit “Boogie / slidetone“, einem Mitstreiter aus der Cpt.-Stubing-Band meines […]

  5. Boogie am 11. November 2008 9:28 am

    @Jeriko Wegen “nur bei Twitter mitgelesen”: Alles was ich vom letzten Berliner Barcamp gehört habe, hab’ ich in Twitter gelesen. Und ich glaube, ich habe nur relativ wenige Follower, die in Berlin waren oder von da berichtet haben. Ich hab’ mir auch keine Berichte in den Blogs durchgelesen, die Berlin betrafen. Insofern lass’ ich mich einfach überraschen, was das erste “grosse” Barcamp in Hamburg angeht. Bisher waren meine Eindrücke von Barcamps aber immer positiv, auch wenn ich zB vom Artcamp nur wenig mitbekommen hatte, da ich nur einen Tag konnte. Das Wordcamp habe ich in sehr positiver Erinnerung und das erste Hamburger Barcamp glänzte durch tolles Wetter und sehr nette Kontakte.

  6. Thorsten K am 11. November 2008 11:50 am

    Zitat: …auf der anderen Seite wäre ein WLAN-loses Barcamp auch mal was nettes. Dann sieht man vielleicht auch mal das eine oder andere Gesicht und nicht nur aufgeklappte Laptopdeckel …

    Genau, Boogie, sonst dient so eine Veranstaltung eher als Vorbereitung für “Wetten, dass” - “Ich kann 101 Laptop-Modell am Deckel erkennen.” Es ist schon traurig, da treffen sich oft X Leute unter großem fahrerischen Aufwand, setzen sich zusammen und senken unisono vor lauter Demut ob der Technik ihren Blick. Dann lieber grüne Wiese und jeder bringt seine Zaubertafel mit. Kernphysiker-Treffen finden ja auch nicht im Reaktor statt …

    Oder alle tauschen vorher ihre Laptops, dann isses auch wieder spannend …

  7. Boogie am 11. November 2008 2:00 pm

    @Thorsten K: Mein Laptop bleibt ungetauscht (und zu Hause). Einer der wenigen nervigen Eindrücke, die ich von einem Barcamp mitgenommen habe, war eine Session/Diskussionsrunde auf dem Wordcamp. Grosser Raum (Empfangsbereich), angeregte Diskussionsrunde/Session (auf English und Deutsch), kein Microphone aber Tastaturgeklapper, das klang als wäre es durch eine P.A. verstärkt. Da frage ich mich dann doch wozu WLAN, wenn man’s nicht schafft sich mit seiner Klapperkiste an einen Ort zu begeben wo man nicht nervt.

  8. Just Links « Sprechblase am 12. November 2008 8:44 am

    […] Boogie ist nicht ganz meiner Meinung […]

  9. Censi am 12. November 2008 11:02 pm

    Britannica Blog is tightly censored. Reader comments incompatible with Britannica’s commercial or ideological proclivities are excluded. As Carr suggests, “That vast, free-wheeling, and surprisingly intimate forum where individual writers shared their observations, thoughts, and arguments outside the bounds of the traditional media is gone. Almost all of the popular blogs today are commercial ventures with teams of writers, aggressive ad-sales operations, bloated sites, and strategies of self-linking.” A perfect description of Briannica Blog itself. Boycott Britannica censorship.

Na, dann mal los!





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